Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

II. Öffentlich-rechtliche Abteilung, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten 2C.978/2012
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
2C_978/2012, 2C_979/2012

Urteil vom 4. Mai 2013
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Zünd, Präsident,
Bundesrichterin Escher, Bundesrichter Seiler, Donzallaz, Kneubühler,
Gerichtsschreiber Klopfenstein.

Verfahrensbeteiligte
X.________, vertreten durch Rechtsanwältin Isabelle Schwander,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________, vertreten durch Rechtsanwalt Raphael Mullis,
Beschwerdegegner,

Amt für Landwirtschaft, Agrarmassnahmen und Bodenrecht.

Gegenstand
2C_978/2012
Land- und Forstwirtschaftsrecht (BGBB, Bewilligung für den Erwerb eines
landwirtschaftlichen Grundstücks); unentgeltliche Rechtspflege,

Beschwerde gegen den Zwischenbescheid des Verwaltungsgerichts des Kantons
Schwyz, Kammer III, vom 28. August 2012.
2C_979/2012
Land- und Forstwirtschaftsrecht (BGBB, Bewilligung für den Erwerb eines
landwirtschaftlichen Grundstücks),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz,
Kammer III, vom 25. September 2012.

Sachverhalt:

A.
A.a X.________ war Eigentümer des in der Gemeinde G.________/SZ gelegenen
Grundstücks GB Nr. xxx, welches ursprünglich 17'021 m2 umfasste, wovon 11'856
m2 in der Baulandzone W2 und 5'165 m2 in der Landwirtschaftszone. Am 29.
Februar 2008 wurde das Grundstück betreibungsamtlich versteigert, wobei der
Zuschlag für den in der Wohnzone gelegenen Teil zum Preis von 5,9 Mio. Franken
an die Versicherungskasse für das Staatspersonal des Kantons Zürich ging,
derjenige für den in der Landwirtschaftszone gelegenen Teil an Y.________ zum
Preis von Fr. 175'000.--. Vor der Versteigerung hatte das kantonale
Landwirtschaftsamt mit Verfügung vom 28. Februar 2008 festgestellt, dass
Y.________ als Gläubiger mit Pfandrecht am Grundstück die Bedingungen für den
Erwerb des landwirtschaftlichen Grundstücks erfülle. Gegen diese Verfügung
erhob X.________ am 17. November 2009 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des
Kantons Schwyz, welches darauf mit Urteil vom 20. Januar 2010 wegen Verspätung
nicht eintrat.
A.b Am 25. Februar 2010 gelangte X.________ an das Betreibungsamt G.________
und ersuchte um Aufhebung des Steigerungszuschlags, da Y.________ die
erforderliche Bewilligung zum Erwerb des landwirtschaftlichen Grundstücks
fehle. Auf dem Wege der betreibungsrechtlichen Beschwerde stellte
letztinstanzlich das Bundesgericht fest, dass die Feststellungsverfügung über
die Bewilligungsfähigkeit vom 28. Februar 2008 die Bewilligung nicht ersetze
und dass Y.________ im Moment des Steigerungszuschlags nicht über eine
Erwerbsbewilligung verfügt habe; es wies daher das Kantonsgericht Schwyz (als
obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs) an zu prüfen,
ob der Zuschlag vom Betreibungsamt aufzuheben sei (Urteile 5A_9/2011 vom 28.
März 2011 und 5A_393/2011 vom 3. November 2011). In der Folge erteilte das Amt
für Landwirtschaft mit Verfügung vom 6. Dezember 2011 Y.________ die
Bewilligung zum Erwerb des landwirtschaftlichen Teils des Grundstücks Nr. xxx
(künftig Grundstück Nr. xxxx). Gestützt darauf entschied das Kantonsgericht am
30. Januar 2012, da mittlerweile eine hinreichende Erwerbsbewilligung vorliege,
sei auf den Versteigerungszuschlag nicht zurückzukommen. Gegen diesen Entscheid
erhob X.________ erneut Beschwerde an das Bundesgericht, welches das
Rechtsmittel mit Urteil 5A_129/2012 vom 22. August 2012 wegen Verletzung des
rechtlichen Gehörs teilweise guthiess und die Sache zur Neubeurteilung an das
Kantonsgericht zurückwies.

B.
Gegen die vom Amt für Landwirtschaft erteilte Bewilligung vom 6. Dezember 2011
erhob X.________ am 27. Januar 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des
Kantons Schwyz und beantragte, diese Verfügung sei aufzuheben und es sei
festzustellen, dass keine Erwerbsbewilligung erteilt werden könne. Mit Eingabe
vom 9. Februar 2012 stellte er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege. Am
12. März 2012 stellte er zudem den Antrag, ihm sei ein unentgeltlicher Anwalt
zu bestellen.
Mit Zwischenbescheid vom 28. August 2012 wies das Verwaltungsgericht des
Kantons Schwyz das Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung ab. Mit Entscheid
vom 25. September 2012 trat es sodann auf die Beschwerde von X.________ nicht
ein, wies dessen Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab und auferlegte ihm
Verfahrenskosten von Fr. 1'500.--. Gleichzeitig verpflichtete es ihn zur
Leistung einer Parteientschädigung an Y.________ in der Höhe von Fr. 500.--.
Dieser Entscheid wurde am 28. September 2012 versandt und am 1. Oktober 2012
X.________ zugestellt.

C.
C.a Gegen den Zwischenentscheid vom 28. August 2012 erhob Rechtsanwältin
Isabelle Schwander am 1. Oktober 2012 namens von X.________ Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Verfahren 2C_978/2012) mit dem Antrag,
die Vorinstanz sei anzuweisen, dem Beschwerdeführer für das Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht einen unentgeltlichen Rechtsbeistand beizugeben. Zudem wird
beantragt, dem Beschwerdeführer auch für das bundesgerichtliche Verfahren die
unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren.
C.b Ebenfalls am 1. Oktober 2012 erhob X.________ "vorsorglich" Beschwerde beim
Bundesgericht gegen den Endentscheid vom 25. September 2012 (Verfahren 2C_979/
2012). Mit Eingabe vom 28. Oktober 2012 erhob sodann Rechtsanwältin Isabelle
Schwander namens von X.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten mit dem Antrag, die Sache sei in Aufhebung des angefochtenen
Entscheids an das Verwaltungsgericht zur Neubeurteilung zurückzuweisen;
eventuell sei die Erwerbsbewilligung zu verweigern. Zudem wird beantragt, dem
Beschwerdeführer für das bundesgerichtliche und das vorinstanzliche Verfahren
die unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung zu gewähren.
C.c Im Verfahren 2C_978/2012 verzichtet das Amt für Landwirtschaft auf eine
Stellungnahme, während Y.________ und das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz
die Abweisung der Beschwerde beantragen. Im Verfahren 2C_979/2012 schliessen
das Amt für Landwirtschaft und das Verwaltungsgericht auf Abweisung; Y.________
beantragt, auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventuell sie abzuweisen. Der
Beschwerdeführer repliziert.
C.d Mit Verfügung des Präsidenten der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung des
Bundesgerichts vom 20. Dezember 2012 wurde der Beschwerde antragsgemäss -
aufschiebende Wirkung zuerkannt.

Erwägungen:

1.
Die beiden Verfahren betreffen die gleiche Angelegenheit und die gleichen
Parteien. Es rechtfertigt sich daher, sie zu vereinigen (Art. 71 BGG i.V.m.
Art. 24 BZP).

2.
Die Beschwerde im Verfahren 2C_978/2012 richtet sich gegen einen
Zwischenentscheid. Zwischenentscheide können unter den Voraussetzungen von Art.
92 und 93 BGG beim Bundesgericht angefochten werden. Da jedoch inzwischen - am
25. September 2012 - vom Verwaltungsgericht der Endentscheid gefällt worden
ist, werden sein Zwischenentscheid und die dagegen erhobene Beschwerde
gegenstandslos; der Zwischenentscheid kann zusammen mit dem Endentscheid
angefochten werden, soweit er sich auf dessen Inhalt auswirkt (Art. 93 Abs. 3
BGG). Der Beschwerdeführer hat denn auch in der Beschwerde gegen den
Endentscheid (Verfahren 2C_979/2012) u.a. das Begehren gestellt, es sei ihm für
das Verfahren vor der Vorinstanz die unentgeltliche Rechtspflege und
Verbeiständung zu gewähren. Das Verfahren 2C_978/2012 kann damit abgeschrieben
werden und die Rüge betreffend unentgeltliche Verbeiständung vor der Vorinstanz
wird im Rahmen des Verfahrens 2C_979/2012 behandelt (hinten E. 4.1).

3.
3.1 Materiell geht es um die Erteilung einer Bewilligung nach Art. 61 ff. des
Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR
211.412.11) für den Erwerb eines landwirtschaftlichen Grundstücks. Gegen den
entsprechenden kantonal letztinstanzlichen Endentscheid ist die Beschwerde in
öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zulässig (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1
lit. d und Art. 90 BGG; Art. 89 BGBB). Der Beschwerdeführer ist als Adressat
des angefochtenen Nichteintretensentscheids zur Beschwerde legitimiert (Art. 89
Abs. 1 BGG).

3.2 Das Verwaltungsgericht ist auf die bei ihm erhobene Beschwerde des
Beschwerdeführers nicht eingetreten, weil dieser nicht zur Beschwerde
legitimiert sei. Streitgegenstand ist deshalb grundsätzlich nur die Frage, ob
die Vorinstanz zu Recht auf die Beschwerde nicht eingetreten ist. In einer
Eventualbegründung hat das Verwaltungsgericht aber erwogen, selbst wenn auf das
Rechtsmittel einzutreten wäre, wäre es in materieller Hinsicht abzuweisen. In
einer solchen Konstellation beurteilt das Bundesgericht auch die materielle
Rechtslage und sieht aus prozessökonomischen Gründen davon ab, den
angefochtenen Entscheid aufzuheben, wenn zwar zu Unrecht auf die Beschwerde
nicht eingetreten wurde, die Eventualbegründung in der Sache aber zutreffend
ist. Deshalb muss sich die Beschwerdebegründung (Art. 42 Abs. 2 BGG) in solchen
Fällen sowohl mit dem Nichteintreten als auch mit der materiellrechtlichen
Seite auseinandersetzen (BGE 136 III 534 E. 2 S. 535; Urteil 2C_1018/2011 vom
9. Februar 2012 E. 2.2; LAURENT MERZ, in: Basler Kommentar zum BGG, 2. A. 2011,
Rz. 73 zu Art. 42), was vorliegend der Fall ist. Erweist sich hingegen der
Nichteintretensentscheid als richtig, so bleibt es dabei und das Bundesgericht
hat sich mit der materiellen Seite nicht auseinanderzusetzen (BGE 123 II 337 E.
9 S. 357; 121 I 1 E. 5a/bb S. 11; 118 Ib 26 E. 2b; 105 Ia 91 nicht publ. E. 1c;
103 Ia 14 E. 1c S. 16 f.; 99 Ia 415).

4.
Der Beschwerdeführer rügt vorab verschiedene Verfahrensmängel und erblickt
darin eine Verletzung des fairen Verfahrens, des rechtlichen Gehörs und des
Anspruchs auf unentgeltliche Rechtspflege (Art. 29 BV):

4.1 Zunächst macht er geltend, sein Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand
sei verletzt worden.
4.1.1 Eine Partei hat nach Art. 29 Abs. 3 BV Anspruch auf unentgeltlichen
Rechtsbeistand, soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist. Dies ist zu
bejahen, wenn ihre Interessen in schwerwiegender Weise betroffen sind und der
Fall in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht Schwierigkeiten bietet, die den
Beizug eines Rechtsvertreters erforderlich machen. Droht das in Frage stehende
Verfahren besonders stark in die Rechtsposition der betroffenen Person
einzugreifen, ist die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters
grundsätzlich geboten, sonst nur dann, wenn zur Schwere des Falles besondere
tatsächliche oder rechtliche Schwierigkeiten hinzukommen, denen der
Gesuchsteller auf sich alleine gestellt nicht gewachsen wäre (BGE 130 I 180 E.
2.2 S. 182 mit Hinweisen). Besonders starke Eingriffe in diesem Sinne sind
namentlich schwere Grundrechtseingriffe, wie z.B. längerdauernde
Freiheitsentzüge (BGE 134 I 92 E. 3.2.2/3; vgl. Übersicht über die Praxis bei
STEFAN MEICHSSNER, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs.
3 BV], 2008, S. 127 f.). Zu berücksichtigen ist sodann vor allem, ob die Partei
selber hinreichend Kenntnisse besitzt, um ihre Sache zu vertreten (MEICHSSNER,
a.a.O., S. 133 f., mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).
4.1.2 Im Zusammenhang mit der streitigen Grundstückversteigerung fanden
verschiedene Verfahren in unterschiedlichen Rechtsgebieten statt, die mehrmals
auch vor das Bundesgericht führten. Es ist nachvollziehbar, dass der
Beschwerdeführer als juristischer Laie möglicherweise keine vollständige
Übersicht über die Vielzahl von Verfahren hat. Anspruch auf
Rechtsverbeiständung besteht jedoch nicht für die Beurteilung einer allgemeinen
Rechtssituation, sondern jeweils in Bezug auf konkrete Verfahren. Vorliegend
stellt sich die Frage eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes für das
verwaltungsrechtliche Beschwerdeverfahren gegen die dem Beschwerdegegner
erteilte Erwerbsbewilligung. Diesbezüglich ist festzuhalten, dass der
Beschwerdeführer auch ohne anwaltlichen Beistand am 27. Januar 2012 eine
fundierte und korrekte Beschwerde an das Verwaltungsgericht gerichtet hatte.
Aus dieser Eingabe geht hervor, dass der Verfasser durchaus die notwendigen
Kenntnisse hatte und die rechtserheblichen Umstände erschöpfend geltend machte.
Der Beschwerdeführer rügt als widersprüchlich, dass das Verwaltungsgericht im
Zwischenentscheid über die unentgeltliche Rechtspflege ausgeführt hatte, er
könne seine Sache allein vertreten, aber dann im Endentscheid erwog, er vermöge
keine (legitimationsbegründenden) schützenswerten Interessen an der Aufhebung
der Bewilligung darzutun. Dazu ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer in
seiner Beschwerde vom 27. Januar 2012 zwar nicht wie bei Anwälten üblich
besondere Ausführungen zum Eintreten machte; in der Sache hat er aber - wie er
vor Bundesgericht selber mit Recht vorbringt - die Sachumstände geltend
gemacht, die allenfalls seine Legitimation begründen könnten. Wenn die
Vorinstanz ausgeführt hat, er vermöge ein schützenswertes Interesse nicht
darzutun, so ist dies eine rechtliche Würdigung in dem Sinne, die vom
Beschwerdeführer vorgebrachten Umstände reichten für eine Bejahung der
Legitimation nicht aus. Dies bedeutet aber nicht, dass der Beschwerdeführer
nicht in der Lage gewesen wäre, die erheblichen Umstände darzulegen. Auch vor
Bundesgericht macht er - anwaltlich vertreten - im Übrigen nicht geltend,
welche weiteren rechtserheblichen Sachumstände er hätte anführen können, um
seine Legitimation zu begründen. Der Beschwerdeführer war also durchaus in der
Lage, im hier vorliegenden Verfahren, in welchem es nicht um einen besonders
starken Eingriff in die Rechtsstellung geht, seine Rechte auch ohne
anwaltlichen Beistand zu vertreten. Auch aus dem Grundsatz der Waffengleichheit
(dazu BGE 138 I 484 E. 2.1 S. 485 f.) ergibt sich vorliegend kein Anspruch auf
unentgeltlichen Rechtsbeistand: Der Beschwerdegegner war zwar anwaltlich
vertreten, verzichtete aber in seiner Eingabe vom 4. Juli 2012 ausdrücklich auf
eine Vernehmlassung zum hier interessierenden Aspekt.

4.2 Sodann macht der Beschwerdeführer geltend, es sei ihm keine Möglichkeit
eingeräumt worden, korrekt zur Frage der Beschwerdelegitimation Stellung zu
nehmen. Er habe während des ganzen Verfahrens davon ausgehen können,
beschwerdelegitimiert gewesen zu sein; im Endentscheid sei ihm aber völlig
unerwartet die Beschwerdelegitimation abgesprochen worden.

Das Gericht hatte das Eintreten (und damit auch die Frage der Legitimation des
Beschwerdeführers) von Amtes wegen zu prüfen. Dass es den Beschwerdeführer
während der Dauer des Verfahrens als beschwerdeführende Partei behandelt, liegt
in der Natur der Sache, kann aber die Frage des Eintretens nicht präjudizieren
und auch keine Vertrauensgrundlage dafür bilden, dass auf die Eingabe
eingetreten wird. Im Übrigen hatte der Beschwerdeführer Gelegenheit, die
Umstände darzulegen, die seine Legitimation begründen könnten, und hat dies
auch getan (vorne E. 4.1.2).

4.3 Weiter lässt der Beschwerdeführer vortragen, es sei ihm angekündigt worden,
er könne sich nach Eingang der Vernehmlassung des Beschwerdegegners noch
äussern, doch sei ihm in der Folge dann keine Gelegenheit zur Stellungnahme
gegeben worden.
4.3.1 Nach der Rechtsprechung haben die Parteien eines Gerichtsverfahrens das
Recht, von allen bei Gericht eingereichten Stellungnahmen Kenntnis zu erhalten
und sich dazu äussern zu können, unabhängig davon, ob die Eingaben neue und/
oder wesentliche Vorbringen enthalten und ob ein zweiter Schriftenwechsel
angeordnet, eine Frist zur Stellungnahme angesetzt oder die Eingabe lediglich
zur Kenntnisnahme oder zur Orientierung zugestellt worden ist. Dabei wird
erwartet, dass eine Partei, die eine Eingabe ohne Fristansetzung erhält und
dazu Stellung nehmen will, dies umgehend tut oder zumindest beantragt;
ansonsten wird angenommen, sie habe auf eine weitere Eingabe verzichtet (BGE
138 I 484 E. 2.1 und 2.2). Es ist Aufgabe des Gerichts, diesen Anspruch zu
gewährleisten. Hierzu kann das Gericht einen zweiten Schriftenwechsel anordnen
oder den Parteien Frist für eine allfällige Stellungnahme ansetzen. Es kann
Eingaben aber auch lediglich zur Kenntnisnahme zustellen, wenn von den Parteien
erwartet werden kann, dass sie umgehend unaufgefordert Stellung nehmen oder
eine Stellungnahme beantragen (a.a.O., E. 2.4). Es gibt keinen Anspruch darauf,
formell zur Stellungnahme eingeladen zu werden (Urteil 2D_46/2012 vom 16.
Januar 2013 E. 4.2.2).
4.3.2 Vorliegend hatte das Verwaltungsgericht mit Schreiben vom 14. Juni 2012
dem Beschwerdeführer auf dessen Anfrage, ob er nochmals zu neuen Akten Stellung
nehmen könne, mitgeteilt, es werde nach Eingang der Vernehmlassung des
Beschwerdegegners dazu Gelegenheit gegeben werden. Zugleich teilte es ihm auch
mit, die Frage der unentgeltlichen Verbeiständung stelle sich nicht, da die
Arbeit mit der eingereichten Beschwerde, welche den Anforderungen genüge, zur
Hauptsache bereits geleistet sei. Der Beschwerdegegner verzichtete in seinem
Schreiben vom 4. Juli 2012 ausdrücklich auf eine Stellungnahme zu den Anfragen
des Beschwerdeführers, äusserte sich kurz zu den vorangegangen Verfahren vor
Bundesgericht und warf die Frage auf, was der Beschwerdeführer mit seinem
Vorgehen bezwecke. Diese Eingabe wurde dem Beschwerdeführer am 17. Juli 2012
"zur Kenntnisnahme" zugestellt, ohne dass er ausdrücklich zu einer
Stellungnahme aufgefordert worden wäre. Am 3. August 2012 wiederholte der
Beschwerdeführer unter Bezugnahme auf diese Zustellung seinen Antrag um
unentgeltlichen Rechtsbeistand. Er äusserte sich aber nicht inhaltlich zur
Sache und namentlich nicht zur Eingabe des Beschwerdegegners, obwohl er dazu
nach dem 17. Juli 2012 hinreichend Zeit und Möglichkeit gehabt hätte, zumal er
im Urteil des Bundesgerichts 5A_393/2011 vom 3. November 2011 E. 5.2 bereits
auf die dargelegte Rechtslage hingewiesen worden war. Es erscheint
rechtsmissbräuchlich, wenn der Beschwerdeführer am 3. August 2012 - obwohl er
dazu in der Lage gewesen wäre - keine Stellungnahme abgibt und sich dann unter
Hinweis auf sein Gesuch um unentgeltliche Verbeiständung darauf beruft, er habe
keine Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten. Nachdem er selber eine korrekte
Rechtsschrift verfasst hatte, wäre ihm das Verfassen einer solchen
Stellungnahme auch ohne Rechtsanwalt ohne weiteres möglich gewesen, zumal die
Eingabe des Beschwerdegegners keine neuen Umstände zur Sache enthielt.
Schliesslich bringt er auch vor Bundesgericht nicht vor, welche
rechtserheblichen Umstände er denn noch hätte vorbringen wollen oder können,
mit Ausnahme einer Stellungnahme zu fehlenden Akten (dazu hinten E. 4.4).

4.4 Schliesslich rügt der Beschwerdeführer in formeller Hinsicht, das Amt für
Landwirtschaft habe nicht alle Akten eingereicht; es fehle ein Aktenverzeichnis
und eine Vollmacht des Vertreters von Y.________. Sodann sei das Schreiben des
beschwerdegegnerischen Anwalts vom 30. November 2011 an das Amt für
Landwirtschaft nicht bei den Akten des Verwaltungsgerichts. Dieses hätte die
vollständigen Akten des Amtes für Landwirtschaft und die "SchKG-Akten" einholen
müssen. Schliesslich sei ihm - dem Beschwerdeführer - der Brief von XA.________
an das Verwaltungsgericht von 3. September 2012 nicht zugestellt worden, was
eine unheilbare Gehörsverletzung darstelle.
4.4.1 Wie der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde ans Verwaltungsgericht
selber ausgeführt hat, hatte ihm das Amt für Landwirtschaft mit Schreiben vom
17. Januar 2012 Akteneinsicht gewährt; am 26. Januar 2012 hat er Einsicht in
die Akten genommen. Wie das Amt für Landwirtschaft vernehmlassungsweise
einräumt, wurde ein Aktenregister erst nach diesem Datum erstellt. Der
verfassungsmässige Anspruch auf Akteneinsicht verpflichtet die Behörden zu
einer geordneten und übersichtlichen Aktenführung (Urteil 8C_319/2010 vom 15.
Dezember 2010 E. 2.2.1), doch kann in der blossen Unterlassung eines
Aktenverzeichnisses noch keine Verfassungsverletzung erblickt werden, wenn auch
sonst die Übersicht gewahrt bleiben kann; das war hier aufgrund des doch
begrenzten Aktenumfangs der Fall.
4.4.2 Das Verwaltungsgericht seinerseits ordnete mit Verfügung vom 31. Januar
2012 an, dass das Amt die Akten dem Gericht einzureichen habe. Das Amt reichte
in der Folge Akten ein. Die Vernehmlassung des Amtes für Landwirtschaft sowie
dessen weiteres Schreiben vom 1. März 2012 wurden dem Beschwerdeführer
zugestellt. Er hätte Gelegenheit gehabt, dazu Stellung zu nehmen (vorne E.
4.3.2). Die Akten aus dem Zwangsvollstreckungsverfahren sind aus den
nachfolgend E. 5.5 genannten Gründen für das Bewilligungs- und
Beschwerdeverfahren nach dem bäuerlichen Bodenrecht nicht von Belang und
mussten vom Verwaltungsgericht nicht ediert werden.
4.4.3 In Bezug auf die Anwaltsvollmacht ist zu bemerken, dass eine solche bei
den Akten liegt. Ob sie dem Beschwerdeführer früher bereits bekannt war, ist
unerheblich, zumal er sich im bisherigen Verfahren nicht auf fehlende Vollmacht
berufen hatte und zudem der Beschwerdegegner bereits in anderen Verfahren, an
denen auch der Beschwerdeführer beteiligt war, vom gleichen Anwalt vertreten
worden war.
4.4.4 Das Schreiben des Gegenanwalts vom 30. November 2011 an das Amt für
Landwirtschaft war gemäss dem Urteil des Bundesgerichts 5A_129/2012 vom 22.
August 2012 E. 5.4.2 dem Beschwerdeführer vom Kantonsgericht am 6. Februar 2012
zugestellt worden. In E. 5.4.3 stellte das Bundesgericht zudem fest, dass dem
Beschwerdeführer die Existenz dieses Schreibens bereits nach Erhalt des
Schreibens des Kantonsgerichts vom 15. Dezember 2011 bekannt gewesen sein
musste, da es in der ihm zugestellten Eingabe des Beschwerdegegners vom 12.
Dezember 2011 erwähnt war. Dem Beschwerdeführer wäre es somit möglich gewesen,
auch in dieses Schreiben rechtzeitig Einsicht zu nehmen.
4.4.5 Im erwähnten Brief vom 3. September 2012 machte der Sohn des
Beschwerdeführers, XA.________, geltend, er sei am streitbetroffenen Grundstück
vorkaufsberechtigt. Schon vorher hatte XA.________ beim Verwaltungsgericht den
Antrag gestellt, zum Verfahren beigeladen zu werden. Diesen Antrag hatte das
Verwaltungsgericht am 25. September 2012 abgewiesen. Es ist nicht ersichtlich,
dass dieser Entscheid angefochten worden wäre. Ist somit XA.________ nicht
Verfahrenspartei, gehören die von ihm eingereichten Akten nicht zu den
Verfahrensakten und es liegt keine Gehörsverletzung darin, dass diese dem
Beschwerdeführer nicht zugestellt wurden.

4.5 Die formellen und verfahrensbezogenen Rügen des Beschwerdeführers erweisen
sich damit als unbegründet.

5.
Zu prüfen ist sodann, ob die Vorinstanz zu Recht die Beschwerdelegitimation des
Beschwerdeführers verneint hat.

5.1 Der Beschwerdeführer leitet seine Legitimation daraus ab, dass nach Art. 67
Abs. 2 BGBB der Steigerungszuschlag aufzuheben ist, wenn dem Ersteigerer die
Bewilligung nach Art. 61 BGBB verweigert wird; er macht geltend, er würde damit
wieder in sein Eigentum am Grundstück eingesetzt, weshalb er ein schutzwürdiges
Interesse an der Verweigerung der Bewilligung habe. Materiell bestreitet er,
dass der Beschwerdegegner die Voraussetzungen zum Erwerb gemäss Art. 64 Abs. 1
lit. g BGBB erfülle.

5.2 Art. 83 Abs. 3 BGBB regelt die Legitimation zur Beschwerde gegen Entscheide
über Bewilligungen nach Art. 60 sowie 61 ff. BGBB wie folgt:
"Gegen die Verweigerung der Bewilligung können die Vertragsparteien, gegen die
Erteilung der Bewilligung die kantonale Aufsichtsbehörde, der Pächter sowie
Kaufs-, Vorkaufs- oder Zuweisungsberechtigte bei der kantonalen
Beschwerdeinstanz (Art. 88) Beschwerde führen."
5.2.1 Art. 83 Abs. 3 BGBB geht als lex specialis der allgemeinen
Legitimationsbestimmung von Art. 89 Abs. 1 BGG (die nach Art. 111 Abs. 1 BGG
als Mindestvorschrift auch für die Kantone massgeblich ist) vor (vgl. Urteil
2C_121/2012 vom 2. Juli 2012 E. 5.1; zum früheren Recht: BGE 129 III 583 E.
3.1). Der Gesetzgeber wollte mit dieser Formulierung bewusst den Kreis
derjenigen einschränken, die gegen die Bewilligungserteilung Beschwerde erheben
können; insbesondere sollten Nachbarn oder die Organisationen des Naturschutzes
oder der Landwirtschaft ausgeschlossen werden (BGE 126 III 274 E. 1b/c S. 276;
zit. Urteil 2C_121/2012 E. 5.2; 2C_777/2008 vom 14. Juli 2009 E. 5.1). Die
ratio legis liegt darin, dass sich nicht Dritte in das Vertragsverhältnis
drängen sollen (BGE 129 III 583 E. 3.1 S. 586); das mit der Bewilligungspflicht
verbundene öffentliche Interesse soll von den Behörden wahrgenommen werden,
nicht von Drittbeschwerdeführern (Urteil 5A.21/2005 vom 17. November 2005 E.
4.2 und 4.3.1; HERRENSCHWAND/STALDER, in: Schweizerischer Bauernverband
[Hrsg.], Kommentar zum BGBB, 2. A. 2011, Rz. 12a zu Art. 83). Die
Sonderregelung will zudem nur die Beschwerdelegitimation einschränken, aber
nicht die allgemeine Voraussetzung ausser Kraft setzen, wonach nur Beschwerde
erheben kann, wer ein besonderes, schutzwürdiges praktisches Interesse hat
(Urteil 5A.21/2006 vom 9. November 2006 E. 1.5; 5A.21/2005 vom 17. November
2005 E. 4.2; HERRENSCHWAND/ STALDER, a.a.O., Rz. 12a zu Art. 83). So kann der
Vorkaufsberechtigte die Bewilligung nicht schon mit Hinweis auf sein
Vorkaufsrecht anfechten, da er dieses auf dem Zivilweg durchsetzen kann; um
beschwerdelegitimiert zu sein, bedarf er eines Rechtsschutzbedürfnisses,
welches über den im Vorkaufsrecht begründeten Anspruch auf das Grundstück oder
das Gewerbe hinausgeht (Urteil 5A.21/2006 vom 9. November 2006 E. 1.5, ZBGR 89/
2008 S. 230).
5.2.2 Der Beschwerdeführer ist weder Pächter noch Kaufs-, Vorkaufs- oder
Zuweisungsberechtigter am streitbetroffenen Grundstück und somit nach dem
Wortlaut von Art. 83 Abs. 3 BGBB zur Beschwerde nicht legitimiert. Nach Lehre
und Rechtsprechung ist die Aufzählung in Art. 83 Abs. 3 BGBB jedoch nicht
abschliessend: Über den Gesetzeswortlaut hinaus ist zur Beschwerde legitimiert
der vertragliche Käufer, der sich wehrt gegen die Erteilung der Bewilligung an
einen Dritten, der ein Vorkaufsrecht geltend macht (BGE 126 III 274 E. 1d-f);
ebenso ist der Dritte, der ein Angebot als Selbstbewirtschafter (Art. 64 Abs. 1
lit. f BGBB) gemacht hat, legitimiert zur Beschwerde gegen die Bewilligung mit
der Begründung, der Käufer sei nicht Selbstbewirtschafter (Urteil 5A.3/2006 vom
28. April 2006 E. 1.2, nicht publ. in BGE 132 III 658; Urteil 5A.35/2006 vom 5.
Juni 2007 E. 2.2.2 nicht publ. in BGE 133 III 562; zit. Urteil 2C_121/2012 E.
5.2 und 5.4). Diese Erweiterung gegenüber dem Gesetzeswortlaut ist indessen nur
sehr restriktiv zu handhaben (zit. Urteil 2C_121/2012 E. 5.2). Nicht
legitimiert ist z.B., wer, ohne Selbstbewirtschafter zu sein, das Grundstück
kaufen möchte (Urteil 2C_127/2009 vom 25. Mai 2009 E. 2.3), auch dann nicht,
wenn er sich auf Art. 64 Abs. 1 lit. f BGBB beruft und geltend macht, der
Erwerber, der die Bewilligung erhalten hat, sei gar nicht Selbstbewirtschafter;
denn Art. 64 Abs. 1 lit. f will nicht den Erwerber schützen, der nicht
Selbstbewirtschafter ist, sondern den landwirtschaftlichen Veräusserer (Urteil
5A_228/2008 vom 9. Juni 2008 E. 2.2). Ebenso wenig legitimiert sind der
Unterpächter (Urteil 5A_35/2008 vom 10. Juni 2008 E. 6) oder ein späterer
Pächter (Urteil 5A.13/2003 vom 7. November 2003 E. 2.2, ZBGR 85/2004 S. 263;
YVES DONZALLAZ, Pratique et jurisprudence de droit foncier rural, 1999, S. 267
f.). Der Verkäufer kann ein schutzwürdiges Interesse an der Anfechtung einer
Bewilligung haben, wenn diese unter einschränkenden Auflagen erteilt wurde; die
Legitimation ergibt sich dabei aber aus dem Umstand, dass den Begehren der
Vertragsparteien nur teilweise oder eingeschränkt entsprochen wurde, und sie
reicht auch nur soweit sie durch den anzufechtenden Bewilligungsentscheid
beschwert sind (HERRENSCHWAND/STALDER, a.a.O., Rz. 13 zu Art. 83). Soweit aber
die Behörde den Vertrag so genehmigt hat, wie er von den Vertragsparteien
geschlossen wurde, haben diese kein Interesse an der Anfechtung (BGE 126 III
274 E. 1d S. 277; Urteile 2C_465/2012 vom 29. Oktober 2012 E. 2.6; 5A.21/2005
vom 17. November 2005 E. 4.2). Das gilt auch dann, wenn der Verkäufer geltend
macht, er sei beim Vertragsabschluss getäuscht worden; denn dafür stehen die
zivilrechtlichen Behelfe (Art. 28 OR) zur Verfügung (zit. Urteil 2C_465/2012 E.
2.7).
5.2.3 Im Falle der Zwangsversteigerung eines Grundstücks hat das Bundesgericht
im Urteil 5A.19/1998 vom 15. Juli 1998 ausgeführt, wenn der bisherige
Eigentümer eines zwangsversteigerten Grundstücks die Aufhebung des Zuschlags
gemäss Art. 67 Abs. 2 BGBB bezwecke, damit er die Möglichkeit erhalte, durch
vorgängige Befriedigung der Gläubiger die in dieser Bestimmung vorgeschriebene
neue Versteigerung abzuwenden (oder anlässlich der Versteigerung die
Liegenschaft selber zu erwerben), so begründe dies keine besonders nahe
Beziehung zu dem seit langem versteigerten Grundstück, die ihm die Legitimation
verschaffen würde, eine nach Art. 61 BGBB erteilte Erwerbsbewilligung
anzufechten (vgl. DONZALLAZ, a.a.O., S. 266 f.). Desgleichen erkannte das
Bundesgericht im zit. Urteil 5A.21/2005 E. 4.2, der frühere Eigentümer sei
nicht legitimiert zur Beschwerde gegen die dem Ersteigerer erteilte
Bewilligung, solange er nicht besondere Umstände nachweise, die ein besonderes,
aktuelles und praktisches Rechtsschutzinteresse begründeten. Denn besonders
betroffen sei er als bisheriger Eigentümer nur durch den
(betreibungsrechtlichen) Entscheid, die Liegenschaft zu versteigern, aber nicht
durch die Erteilung der Bewilligung an den Erwerber; die Verweigerung dieser
Bewilligung habe nur zur Folge, dass eine neue Versteigerung angeordnet werde
(Art. 67 Abs. 2 BGBB), gebe somit dem bisherigen Eigentümer sein Eigentum nicht
oder nur vorübergehend wieder zurück; der Umstand allein, das der Ersteigerer
möglicherweise die Bewilligung erhalte, obwohl er nicht Selbstbewirtschafter
sei (in den Fällen von Art. 64 BGBB), berühre den bisherigen Eigentümer nicht
mehr als beliebige Dritte und legitimiere ihn daher nicht zur Beschwerde
(a.a.O., E. 4.3.1; bestätigt im Urteil 2C_127/2009 vom 25. Mai 2009 E. 2.2.2).
Gemäss BGE 129 III 583 E. 3.1 und 3.2.1 ist hingegen der (bisherige) Eigentümer
eines Grundstücks legitimiert zur Beschwerde gegen die Bewilligung, mit der
gemäss Art. 60 BGBB die Aufteilung eines landwirtschaftlichen Grundstücks
bewilligt wird, auch wenn das Betreibungsamt im Rahmen der Vorbereitung einer
Grundstückversteigerung eine solche Bewilligung beantragt hat.
5.2.4 Aus der dargelegten Rechtsprechung ergibt sich, dass eine Legitimation
über den Wortlaut von Art. 83 Abs. 3 BGBB nur dort bejaht wird, wo ein im
Lichte der Zielsetzungen des BGBB schutzwürdiges Interesse am Erhalt des
Eigentums am betreffenden Grund stück besteht und dieses Interesse nicht auf
anderem Weg geltend gemacht werden kann.

5.3 Der Beschwerdeführer ist in analoger Situation wie die vormaligen
Eigentümer in den zit. Entscheiden 5A.19/1998 und 5A.21/2005 und nach dieser
Rechtsprechung nicht legitimiert (vorne E. 5.2.3). Er macht jedoch geltend,
anders als in der Situation des Urteils 5A.21/2005 habe er hier ein konkretes
und praktisches Interesse, weil bei Nichterteilung der Erwerbsbewilligung die
Steigerung endgültig aufgehoben bleibe, da der Steigerungserlös von 5,9 Mio.
Franken für den in der Wohnzone gelegenen Teil des Grundstücks ausreichend
gewesen wäre, um die gesamten Forderungen im Betrag von rund 4,58 Mio. Franken
zu decken; die Versteigerung des landwirtschaftlichen Teils des Grundstücks
wäre damit gar nicht mehr nötig. Würde die Erwerbsbewilligung nicht erteilt, so
würde daher die Steigerung nicht nur aufgehoben, sondern es würde auch keine
neue Steigerung mehr angesetzt. Er, der Beschwerdeführer, würde damit - anders
als im Sachverhalt des Urteils 5A.21/2005 - nicht bloss provisorisch wieder in
sein Eigentumsrecht eingesetzt, sondern er bliebe definitiv Eigentümer des
Grundstücks und habe aus diesem Grund ein besonderes schutzwürdiges Interesse
an der Aufhebung der Erwerbsbewilligung.

5.4 Mit dieser Argumentation vermengt der Beschwerdeführer das bäuerliche
Bodenrecht und das Zwangsvollstreckungsrecht:
5.4.1 Eine Koordination zwischen BGBB und dem Betreibungsrecht besteht
insofern, als nach Art. 67 Abs. 2 BGBB die Steigerungsbehörde den Zuschlag
aufhebt, wenn der Ersteigerer kein Bewilligungsgesuch einreicht oder die
Bewilligung verweigert wird. Das BGBB regelt aber nicht selber die Aufhebung
des Zuschlags; diese hat somit auf dem betreibungsrechtlichen Wege zu erfolgen
(s. die im Zusammenhang mit dem Beschwerdeführer ergangenen Urteile 5A_9/2011
vom 28. März 2011 E. 3.3 und E. 4; 5A_393/2011 vom 3. November 2011 E. 6.2;
contra: PIERRE-ROBERT GILLIÉRON, Poursuite pour dettes, faillite et concordat,
5. A. 2012, S. 325 Rz. 1351), zumal das BGBB keine analoge Regelung wie Art. 19
Abs. 4 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1983 über den Erwerb von
Grundstücken durch Personen im Ausland (BewG; SR 211.412.41) kennt.
5.4.2 Die Verfahren nach BGBB und diejenigen nach SchKG sind voneinander zu
trennen: So ist der Steigerungsleiter nicht befugt, vorfrageweise zu prüfen, ob
ein Bieter die Erwerbsvoraussetzungen nach dem BGBB erfüllt; denn dabei stellen
sich zahlreiche Rechtsfragen, die nicht vom Betreibungsamt, sondern auf dem
dafür vorgesehenen verwaltungsrechtlichen Weg zu beantworten sind (BGE 123 III
406 E. 3). Umgekehrt kann auch nicht die für den Vollzug des BGBB zuständige
Verwaltungs- oder Verwaltungsjustizbehörde betreibungsrechtliche Fragen
beantworten: Mit der Konzeption des Beschwerdeführers würde die Legitimation
des bisherigen Eigentümers zur Anfechtung der Erwerbsbewilligung davon
abhängen, ob im Falle einer Aufhebung des Zuschlags eine neue Versteigerung
angesetzt wird oder nicht, was wiederum davon abhängt, ob noch eine Forderung
besteht, für deren Deckung eine Verwertung erforderlich ist. Das
Verwaltungsgericht müsste damit im Rahmen der Prüfung der Legitimation u.U.
komplexe betreibungsrechtliche oder materiell-zivilrechtliche Fragen
beantworten, was nicht seine Aufgabe sein kann. Wohl können die
Verwaltungsjustizbehörden im Rahmen ihrer Zuständigkeiten vorfrageweise auch
Fragen aus anderen Rechtsgebieten beantworten, sofern das Gesetz nichts anderes
bestimmt und die zuständige Behörde darüber noch nicht entschieden hat (BGE 131
III 546 E. 2.3 S. 550 f.; 120 V 378 E. 3a S. 382). Hingegen kann nicht eine
Verwaltungsjustizbehörde die Beurteilung einer zivilrechtlichen Frage an sich
ziehen, um ihre Zuständigkeit überhaupt erst zu begründen (Urteil 2C_465/2012
vom 29. Oktober 2012 E. 2.7).
5.4.3 Betreibungsrechtlich trifft zu, dass eine Verwertung einzustellen ist,
sobald der Erlös den Gesamtbetrag der beteiligten Forderungen erreicht (Art.
119 Abs. 2 SchKG; KURT AMONN/FRIDOLIN WALTHER, Grundriss des Schuldbetreibungs-
und Konkursrechts, 8. A. 2008, S. 247 f., 283 f.). Es wäre auch möglich
gewesen, von der ursprünglichen Gesamtparzelle den nichtlandwirtschaftlichen
Teil abzutrennen und nur diesen zur Verwertung zu bringen, wenn der
Verwertungserlös ausreichend war, um die geltend gemachten Forderungen zu
tilgen (BEAT STALDER, in SBV, Kommentar zum BGBB, 2. A. 2011, N 5 zu Art. 67;
vgl. BGE 124 III 167 E. 2). Diese Regeln gelten aber unabhängig vom bäuerlichen
Bodenrecht in gleicher Weise, wenn es sich um Grundstücke handelt, die nicht
dem BGBB unterstehen. Sie sind mit den betreibungsrechtlichen Rechtsbehelfen
durchzusetzen (Beschwerde nach Art. 17 SchKG gegen die Anordnung der
Versteigerung oder die Festlegung der Steigerungsbedingungen [Art. 134, 138 und
156 SchKG; BGE 128 III 339 E. 5; 123 III 406 E. 3] oder gegen den Zuschlag
[Art. 132a i.V.m. Art. 143a und 156 SchKG]; allenfalls Einstellung der
Betreibung nach Art. 85 oder 85a SchKG, wenn inzwischen die Forderungen getilgt
sind). Es kann nicht angehen, einzig deshalb, weil es sich zufälligerweise um
ein landwirtschaftliches Grundstück handelt, die betreibungsrechtlichen
Fristenregelungen (Art. 17 Abs. 2, Art. 132a Abs. 2 und 3 SchKG, vgl. auch die
in Art. 133 ff. SchKG enthaltenen Spezialnormen betreffend die Verwertung von
Grundstücken) zu umgehen und dem bisherigen Eigentümer zu ermöglichen, über die
Anfechtung der Erwerbsbewilligung das zu erreichen, was er betreibungsrechtlich
allenfalls versäumt hat. Damit würde das bäuerliche Bodenrecht
instrumentalisiert zu dem letztlich rein betreibungsrechtlichen Anliegen, nicht
mehr Grundstücke zu versteigern, als es zur Tilgung der Forderungen nötig ist.
Dieses Anliegen - welches ausserhalb der ratio legis des BGBB steht (vgl.
dessen Art. 1 Abs. 1) - ist nicht im Sinne dieses Gesetzes schutzwürdig (vgl.
E. 5.2.4).

5.5 Das Verwaltungsgericht hat somit zu Recht dem Beschwerdeführer die
Legitimation zur Beschwerde nach Art. 83 Abs. 3 BGBB abgesprochen, ohne dass es
dafür die betreibungsrechtliche Lage hätte prüfen müssen. Unter diesen
Umständen ist die Frage, ob dem Beschwerdegegner die Erwerbsbewilligung vom 6.
Dezember 2011 materiell zu Recht erteilt wurde, nicht zu prüfen (vorne E. 3.2).
Diese Bewilligung ist damit rechtskräftig.

6.
Der Beschwerdeführer beantragt für das bundesgerichtliche wie für das
vorinstanzliche Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege. Diese setzt
prozessuale Bedürftigkeit voraus (Art. 29 Abs. 3 BV, Art. 64 Abs. 1 BGG), die
mit Belegen nachzuweisen ist (BGE 136 III 410 E. 7). Bei Ehepaaren sind
Einkommen und Vermögen beider Ehegatten zu berücksichtigen (BGE 115 Ia 193 E.
3a). Der Beschwerdeführer lebt nach seinen Angaben mit seiner Ehefrau zusammen,
die ein Nettojahreseinkommen von Fr. 42'440.-- erzielt. Wohnkosten oder
Berufsauslagen werden keine geltend gemacht, bloss gesundheitliche Probleme und
kommende grössere Operationen, bei der angeblich nicht alle Kosten gedeckt
werden können. Diese Auslagen werden aber nicht spezifiziert und können nicht
berücksichtigt werden, zumal Operationen grundsätzlich von der
Krankenversicherung bezahlt werden. Ferner gibt der Beschwerdeführer an, dass
sowohl er als auch seine Ehefrau eine Krankenkassenprämienverbilligung von
zusammen Fr. 7'896.- pro Jahr erhalten, was für die Bezahlung der
obligatorischen Krankenkassenprämien ungefähr ausreicht. Damit ist für die
Bedürftigkeitsrechnung im Wesentlichen nur der Ehepaar-Grundbedarf von knapp
zweitausend Franken pro Monat (SEILER/VON WERDT/ GÜNGERICH,
Bundesgerichtsgesetz, Rz. 17 zu Art. 64) zu berücksichtigen. Der
Beschwerdeführer ist daher nicht mittellos, so dass die unentgeltliche
Rechtspflege sowohl für das vorinstanzliche als auch für das bundesgerichtliche
Verfahren nicht gewährt werden kann.

7.
Bei diesem Ausgang wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1
BGG) und hat dem Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren eine
Parteikostenentschädigung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Der
Beschwerdegegner hat Sicherstellung der Parteikosten beantragt. Er hat aber
gleichzeitig eine Beschwerdeantwort eingereicht, womit das Gesuch
gegenstandslos wird (BGE 118 II 87 E. 2; Urteil 4A_188/2007 vom 13. September
2007; SEILER/VON WERDT/GÜNGERICH, a.a.O., Rz. 11 zu Art. 62).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Verfahren 2C_978/2012 und 2C_979/2012 werden vereinigt.

2.
Die Beschwerde im Verfahren 2C_978/2012 wird als erledigt abgeschrieben.

3.
Die Beschwerde im Verfahren 2C_979/2012 wird abgewiesen.

4.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

5.
Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 3'000.-- werden dem Beschwerdeführer
auferlegt.

6.
Der Beschwerdeführer hat dem Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche
Verfahren eine Parteientschädigung von insgesamt Fr. 3'000.-- zu bezahlen.

7.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des
Kantons Schwyz, Kammer III, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 4. Mai 2013

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Zünd

Der Gerichtsschreiber: Klopfenstein

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