Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

I. Zivilrechtliche Abteilung, Beschwerde in Zivilsachen 4A.377/2009
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Bundesgericht
Tribunal fédéral
Tribunale federale
Tribunal federal

{T 0/2}
4A_377/2009

Urteil vom 25. November 2009
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Bundesrichter Corboz,
Bundesrichterin Rottenberg Liatowitsch,
Bundesrichter Kolly,
Bundesrichterin Kiss,
Gerichtsschreiber Widmer.

Parteien
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Werner Schib,

gegen

1. Schweizerischer Baumeisterverband (SBV), Weinbergstrasse 49, Postfach, 8035
Zürich,
2. UNIA - Die Gewerkschaft,
Weltpoststrasse 20, 3015 Bern,
3. Gewerkschaft SYNA,
Josefstrasse 59, Postfach, 8031 Zürich 5,
Beschwerdegegner,
alle drei vertreten durch Rechtsanwältin Brigitte Bitterli.

Gegenstand
Landesmantelvertrag; Unterstellung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Zivilgericht,
1. Kammer, vom 9. Juni 2009.

Sachverhalt:

A.
Die X.________ AG (Beschwerdeführerin) bezweckt gemäss Handelsregisterauszug
die Ausführung von Trax-, Bagger- und Aushubarbeiten, von Transporten, von
Kieslieferungen, die Kehrichtabfuhr, Welaki sowie den Betrieb mit
Grosscontainern und Möbeltransportkasten.
Mit Klage vom 17. Dezember 2004 und Replikschrift vom 27. Mai 2005 stellten der
Schweizerische Baumeisterverband, die Gewerkschaft UNIA und die Syna
Gewerkschaft (Beschwerdegegner) beim Bezirksgericht Brugg das Rechtsbegehren,
es sei festzustellen, dass der Betrieb der Beschwerdeführerin den vom Bundesrat
für allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des Landesmantelvertrages für
das Bauhauptgewerbe 2003-2005 unterliegt und die allgemeinverbindlich erklärten
Bestimmungen auf die Anstellungsverhältnisse direkt anwendbar seien.
Das Bezirksgericht hiess die Klage am 3. April 2007 gut und traf die beantragte
Feststellung. Eine von der Beschwerdeführerin dagegen erhobene Appellation wies
das Obergericht des Kantons Aargau mit Urteil vom 9. Juni 2009 ab.

B.
Die Beschwerdeführerin beantragt mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des
Obergerichts aufzuheben und die Klage abzuweisen. Eventuell sei festzustellen,
dass ihre Betriebsteile Transport, Sortieranlage und Werkstatt nicht den vom
Bundesrat für allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des
Landesmantelvertrags für das Bauhauptgewerbe 2003-2005 unterliegen und die
allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen daher nicht auf diese
Arbeitsverhältnisse anwendbar sind. Subeventuell sei die Angelegenheit zu neuer
Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Die Vorinstanz hat auf eine Vernehmlassung verzichtet. Die Beschwerdegegner
haben mit Eingabe vom 21. September 2009 zur Beschwerde Stellung genommen.
Der Beschwerde wurde mit Präsidialverfügung vom 22. September 2009 die
aufschiebende Wirkung gewährt.

Erwägungen:

1.
Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen einen kantonal letztinstanzlichen
Endentscheid (Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG) in einer Zivilsache (Art. 72 Abs.
1 BGG; BGE 128 II 528 E. 2a S. 531; Urteil 4A_300/2007 vom 6. Mai 2008 E. 1,
nicht publ. in: BGE 134 III 399; Urteil 4A_283/2008 vom 12. September 2008 E.
1, nicht publ. in: BGE 134 III 541). Der für die Zulässigkeit der Beschwerde in
Zivilsachen massgebliche Streitwert übersteigt nach den unbestrittenen
Feststellungen der Vorinstanz Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG),
weshalb auf die Beschwerde auch unter diesem Gesichtspunkt einzutreten ist und
hier offenbleiben kann, ob vorliegend allenfalls die Streitwertgrenze von Fr.
15'000.-- nach Art. 74 Abs. 1 lit. a BGG anwendbar sein könnte (vgl. dazu
Urteil 4A_283/2008 vom 12. September 2008 E. 2, nicht publ. in: BGE 134 III
541; CORBOZ, in: Corboz et al. [Hrsg.], Commentaire de la LTF, 2009, N. 24 zu
Art. 74 BGG).
Da auch die weiteren Sachurteilsvoraussetzungen der Beschwerde in Zivilsachen
erfüllt sind, ist auf die Beschwerde - unter Vorbehalt zulässiger
Beschwerdegründe (Art. 95 und 97 BGG) und einer rechtsgenüglichen Begründung
(Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - einzutreten.

2.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die
Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die
Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie
offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art.
95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei
"willkürlich" (BGE 133 II 249 E. 1.2.2). Überdies muss die Behebung des Mangels
für den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdeführer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz
anfechten will, kann sich nicht damit begnügen, den bestrittenen Feststellungen
eigene tatsächliche Behauptungen gegenüberzustellen oder darzulegen, wie die
Beweise seiner Ansicht nach zu würdigen gewesen wären. Vielmehr hat er klar und
substanziiert aufzuzeigen, inwiefern die gerügten Feststellungen bzw. die
Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer
Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 133 II 249 E.
1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4). Wird in einer Beschwerde in
Zivilsachen Willkür in der Ermittlung des Sachverhalts geltend gemacht, ist zu
beachten, dass dem Sachrichter in der Beweiswürdigung ein breiter
Ermessensspielraum zusteht; der Beschwerdeführer hat daher darzulegen,
inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen missbraucht, insbesondere
offensichtlich unhaltbare Schlüsse gezogen, erhebliche Beweise übersehen oder
willkürlich ausser Acht gelassen habe (vgl. BGE 132 III 209 E. 2.1; 129 I 8 E.
2.1; 120 Ia 31 E. 4b S. 40; 118 Ia 28 E. 1b S. 30). Auf eine Kritik an den
tatsächlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht
genügt, namentlich auf bloss appellatorische Vorbringen, ist nicht einzutreten
(BGE 133 II 249 E. 1.4.3, 396 E. 3.1 S. 399). Soweit der Beschwerdeführer den
Sachverhalt ergänzen will, hat er mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er
entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei
den Vorinstanzen prozessrechtskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom
9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_526/2008 vom 21.
Januar 2009 E. 3.2).

3.
Umstritten ist die Unterstellung des Unternehmens der Beschwerdeführerin, bei
dem es sich anerkanntermassen um ein Mischunternehmen handelt, unter den
Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe 2003-2005 (LMV).

3.1 Bei einem Branchen- bzw. Industrievertrag unterstehen diejenigen
Arbeitnehmer dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV), die in einem bestimmten
Wirtschaftszweig tätig sind. Die Frage, welchem Wirtschaftszweig ein
Unternehmen zuzurechnen ist, beantwortet sich nach der Tätigkeit, die ihm das
Gepräge gibt; entscheidend ist nicht der Handelsregistereintrag, sondern die
tatsächliche Tätigkeit. Nach dem Grundsatz der Tarifeinheit gilt der GAV für
den ganzen Betrieb und somit auch für berufsfremde Arbeitnehmer, wobei
regelmässig gewisse Funktionsstufen und besondere Anstellungsverhältnisse
ausgenommen werden. Allerdings kann ein Unternehmen mehrere Betriebe umfassen,
welche unterschiedlichen Branchen angehören, oder es können innerhalb ein und
desselben Betriebes mehrere Teile bestehen, welche eine unterschiedliche
Zuordnung rechtfertigen, weil sie eine genügende, auch nach aussen erkennbare
Selbständigkeit aufweisen. In diesen Fällen können auf die einzelnen Teile des
Unternehmens unterschiedliche Gesamtarbeitsverträge zur Anwendung gelangen.
Massgebliches Zuordnungskriterium bei einem Industrievertrag ist somit die Art
der Tätigkeit, die dem Betrieb oder dem selbständigen Betriebsteil - und nicht
dem Unternehmen als wirtschaftlichem Träger allenfalls mehrerer Betriebe - das
Gepräge gibt (BGE 134 III 11 E. 2.1 mit Hinweisen). Dabei ist Tatfrage, welche
Tätigkeiten in einem Betrieb oder selbständigen Betriebsteil in welchem Ausmass
vorkommen. Rechtsfrage ist dagegen, welche der festgestellten Tätigkeiten dem
Betrieb das Gepräge geben.
Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 28. September 1956 über die
Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen (SR 221.215.311; im
Folgenden: AVEG) kann der Geltungsbereich eines zwischen Verbänden
abgeschlossenen GAV auf Antrag aller Vertragsparteien durch Anordnung der
zuständigen Behörde auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer des betreffenden
Wirtschaftszweiges ausgedehnt werden, die am Vertrag nicht beteiligt sind. Die
Allgemeinverbindlicherklärung will einheitliche Mindestarbeitsbedingungen für
die auf dem gleichen Markt tätigen Unternehmen schaffen und damit verhindern,
dass ein Unternehmen durch schlechtere Arbeitsbedingungen einen
Wettbewerbsvorteil erlangen kann, der als unlauter gilt. Zum selben
Wirtschaftszweig sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung Betriebe zu
zählen, die zueinander insofern in einem direkten Konkurrenzverhältnis stehen,
als sie Erzeugnisse oder Dienstleistungen gleicher Art anbieten (BGE 134 III 11
E. 2.2 S. 13 f.). Der Zweck der Allgemeinverbindlicherklärung, unlautere
Wettbewerbsvorteile zu verhindern, kann nur erreicht werden, wenn die Regeln
des entsprechenden GAV grundsätzlich von sämtlichen Anbietern auf einem
bestimmten Markt eingehalten werden müssen. Sobald daher ein Betrieb in nicht
offensichtlich untergeordnetem Umfang in einem Markt auftritt, für den ein
allgemeinverbindlich erklärter GAV gilt, kommen die allgemeinen Grundsätze für
die Unterstellung zur Anwendung (BGE 134 III 11 E. 2.4).

3.2 Der LMV ist ein Branchenvertrag (BGE 134 III 11 E. 2.3 S. 14), den der
Bundesrat mit Beschluss vom 22. August 2003 für allgemeinverbindlich erklärt
hat (AVE LMV; BBl 2003 6070). Der betriebliche Geltungsbereich des LMV umfasst
nach der Umschreibung in Art. 2 LMV Betriebe bzw. Betriebsteile, Subunternehmer
und selbständige Akkordanten, die Arbeitnehmende beschäftigen, welche u.a. in
den Bereichen Hoch-, Tief- und Strassenbau, Aushub, Abbruch, Deponien, Sand-
und Kiesgewinnung, Transport von und zu Baustellen bzw. Herstellung und
Transport von lagerfähigen Baustoffen tätig sind.
Die Vorinstanz stellte zutreffend fest, dass der "Transport von und zu
Baustellen" in der Umschreibung des betrieblichen Geltungsbereichs der
allgemein verbindlich erklärten Bestimmungen des LMV gemäss Art. II.2 Abs. 3
AVE LMV nicht erwähnt werde. Sie ging davon aus, dass dies Ausdruck einer
bewussten Entscheidung des Gesetzgebers für die Einschränkung des
Anwendungsbereichs in betrieblicher Hinsicht sei und demnach die AVE LMV für
Betriebe, welche die Dienstleistung "Transport von und zu Baustellen" bzw.
"Transport von lagerfähigen Baustoffen" anbieten, grundsätzlich keine Geltung
entfalte. Die Transportdienstleistungen der Beschwerdeführerin "ab Baustellen"
(Kipper, Haken, Welaki, Schlepper) könnten daher dem Anwendungsbereich der AVE
LMV nicht pauschal zugeordnet werden, wie dies die Erstinstanz getan habe.
In der Folge kam die Vorinstanz aber zum Schluss, die von der
Beschwerdeführerin angebotenen Leistungen, die in den betrieblichen
Geltungsbereich des AVE LMV fielen, namentlich Abbruch- und Aushubarbeiten
sowie der Deponie- und Recyclingbetrieb, gäben dem Betrieb der
Beschwerdeführerin das Gepräge. Den ebenfalls angebotenen Transportleistungen
komme nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Bei dieser Sachlage könne offen
bleiben, ob solche Transportleistungen für Dritte, soweit sie Aushubmaterial
beträfen, ebenfalls den allgemein verbindlich erklärten Bestimmungen des LMV
unterstünden, wie die Beschwerdegegner geltend machten. Die Vorinstanz
verneinte im Weiteren, dass innerhalb des Unternehmens der Beschwerdeführerin
selbständige Betriebsteile bestünden, die eine genügende, nach aussen hin
erkennbare Selbständigkeit aufwiesen, dass auf sie unterschiedliche GAV zur
Anwendung kommen könnten. Entsprechend bestätigte sie die erstinstanzliche
Feststellung, dass das Unternehmen der Beschwerdeführerin (als Ganzes) den vom
Bundesrat für allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des LMV 2003-2005
unterliege und die allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen auf die
Anstellungsverhältnisse direkt anwendbar seien.

4.
4.1 Die Vorinstanz ging bei der Prüfung, ob in der AVE LMV aufgeführte
Dienstleistungen dem Mischbetrieb der Beschwerdeführerin das Gepräge geben, vom
Internetauftritt der Beschwerdeführerin aus. Danach biete sie folgende
Leistungen an:
Kippertransporte
Überlandtransporte
Maschinelle Erdarbeiten mit Trax und Bagger auf Raupen und Pneu
Abbrucharbeiten
Kranarbeiten mit Lastwagen- und Pneukran
Muldenservice mit Welaki und Hakengeräten
Kehrichtabfuhr, Grüngutabfuhr
Altglasabfuhr, Verarbeitung und Lieferung von Glas-Sand und Splitt
Entsorgung und Annahme von Abfall und Sperrgut, ohne Gifte und Flüssigkeiten
Sperrgutsortieranlage
Recycling-Material, Herstellung und Lieferung
Lieferung von Wandkies, Kalkkies, Bruchsteine, Mauersteine, Schotter und
Tonmehl

4.2 Weiter hielt die Vorinstanz fest, es sei unbestritten, dass die
Beschwerdeführerin in den Bereichen Kies, Abbruch- und Erd- bzw. Aushubarbeiten
tätig sei und diese Tätigkeit dem Geltungsbereich der AVE LMV unterstehe.
Ferner erachtete sie es als erstellt, dass die Beschwerdeführerin einen
Deponie- und Recyclingbetrieb im Sinne von Art. II.2 Abs. 3 AVE LMV führe.
Die Beschwerdeführerin rügt, die letztere Feststellung beruhe auf einer
willkürlichen Beweiswürdigung. Sie betreibe lediglich eine Anlage für das
Sortieren von Sperrgut, was nichts mit der Baumaterialdeponierung oder
-sortierung zu tun habe, weil in dieser Sortieranlage kein Abbruch- oder
Baumaterial angeliefert werde.
Die Vorinstanz kam zur beanstandeten Feststellung, weil die Beschwerdeführerin
in ihrem Internet-Marktauftritt das in Art. II.2 Abs. 3 AVE LMV genannte
Recycling sowie die Entsorgung von Abfall und Sperrgut explizit anbiete und
sich insofern in ein direktes Konkurrenzverhältnis zu anderen Recycling- und
Deponiebetrieben stelle. Auch in der Betriebsbeschreibung vom 8. April 2004,
welche die Beschwerdeführerin ihrer Stellungnahme zum Bericht der SUVA vom 25.
September 2006 beigelegt habe, habe die Beschwerdeführerin das Recycling von
Strassenaufbruch, Beton, Bauschutt sowie das Führen einer Deponie ausdrücklich
als Tätigkeit ihres Unternehmens bezeichnet.
Die Beschwerdeführerin bringt nichts vor, was die angefochtene Feststellung im
Lichte dieser Erwägungen als willkürlich erscheinen liesse. Es trifft nach dem
Gesagten zunächst nicht zu, dass die Vorinstanz nur aufgrund des
Internetauftritts der Beschwerdeführerin zum angefochtenen Schluss kam, wie die
Beschwerdeführerin geltend macht. Vielmehr berücksichtigte sie auch die eigene
Betriebsbeschreibung der Beschwerdeführerin vom 8. April 2004. Sie hat ihren
Schluss, dass die Beschwerdeführerin einen Deponie- und Recyclingbetrieb im
Sinne von Art. II.2 Abs. 3 AVE LMV führe, nachvollziehbar begründet. Dieser
erscheint von vornherein nicht schon deshalb als willkürlich, weil die
Vorinstanz den in ihrer Begründung genannten Beweismitteln mehr Gewicht
beimass, als den Aussagen des Zeugen A.________ vor der Erstinstanz, denen die
vorinstanzliche Beweiswürdigung nach Darstellung der Beschwerdeführerin
widerspreche. Insoweit übt die Beschwerdeführerin rein appellatorische Kritik
an der Beweiswürdigung, auf die nicht eingetreten werden kann.

4.3 Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe § 184 Abs. 1 und § 202 ZPO
/AG willkürlich angewendet, indem sie einen von der Erstinstanz eingeholten
Bericht der SUVA vom 25. September 2006 zur Frage, aufgrund welcher Kriterien
die Beschwerdeführerin versicherungsmässig dem Bau- und nicht dem
Transportgewerbe zugeordnet werde, als Beweismittel zugelassen habe. Nach § 184
Abs. 1 ZPO/AG könnten nach Abschluss des Behauptungsverfahrens neue
Tatsachenvorbringen und Beweisanträge nur noch vorgebracht werden, wenn die
Verspätung entschuldbar sei. Die Beschwerdegegner hätten ihre tatsächliche
Behauptung über die Zuordnung der Beschwerdeführerin durch die SUVA nach der
Beurteilung der Vorinstanz ohne genügenden Entschuldigungsgrund verspätet
vorgebracht, weshalb darüber keine Beweise hätten abgenommen werden dürfen.
Daran ändere auch die Bestimmung von § 202 ZPO/AG nichts, nach der das Gericht
auch von den Parteien nicht beantragte Beweismittel beiziehen darf, da diese
Vorschrift nur für rechtzeitig behauptete Tatsachen gelte. Die Mehrheit des
Obergerichts habe sich indessen willkürlich darüber hinweggesetzt, weil - was
offensichtlich nicht zutreffe - die SUVA-Einreihung der Beschwerdeführerin
notorisch sei.
Die Rüge entbehrt jeglicher Grundlage. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen
wurde zwar der Bericht der SUVA von der Erstinstanz eingeholt, nachdem die
Beschwerdegegner geltend gemacht hatten, die SUVA habe die Beschwerdeführerin
versicherungsmässig dem Bauhauptgewerbe zugeordnet. Der Bericht wurde indessen
nicht zur Frage eingeholt, wie die Beschwerdeführerin eingereiht worden sei,
sondern zur Frage, nach welchen Kriterien die Einreihung erfolgt sei. Es ist
demnach unerheblich, dass die Beschwerdegegner ihre Behauptung über die
Zuordnung der Beschwerdeführerin durch die SUVA verspätet vorgebracht haben,
zumal nicht ersichtlich ist, inwiefern die versicherungsmässige Zuordnung als
solche vorliegend entscheidwesentlich sein soll. Es trifft denn auch nicht zu,
dass die Mehrheit der Vorinstanz es als notorisch betrachtet hätte, wie die
Beschwerdeführerin durch die SUVA eingereiht worden sei, und deshalb angenommen
hätte, es könne dazu auch ohne rechtzeitige Behauptung der Beschwerdegegner
Beweis erhoben werden. Die Mehrheit der Vorinstanz war vielmehr der Auffassung,
die Beschwerdegegner hätten rechtzeitig und substanziiert vorgebracht, welche -
die Zuordnung zum Baugewerbe rechtfertigenden - Dienstleistungen die Beklagte
auf dem Markt erbringe. Zu dieser Frage habe die Erstinstanz nach § 202 ZPO/AG
das von den Parteien nicht beantragte Beweismittel eines SUVA-Berichts
beiziehen dürfen, zumal notorisch sei, dass Arbeitnehmer sowohl von Bau- als
auch von Transportunternehmungen bei der SUVA versichert seien und dass die
Prämien nach den Unfallrisiken der verschiedenen Branchen bemessen würden. Dass
die Vorinstanz (Mehrheit) damit in Willkür verfallen wäre, macht die
Beschwerdeführerin nicht geltend. Ihre Willkürrüge erweist sich somit als
unbegründet, soweit darauf überhaupt einzutreten ist.

4.4 Der vorinstanzliche Schluss, die von der Beschwerdeführerin angebotenen
Leistungen, die in den betrieblichen Geltungsbereich des AVE LMV fielen,
namentlich Abbruch- und Aushubarbeiten sowie der Deponie- und Recyclingbetrieb,
gäben dem Betrieb der Beschwerdeführerin das Gepräge, während den ebenfalls
angebotenen Transportleistungen nur eine untergeordnete Bedeutung zukomme,
beruht auf einer eingehenden Würdigung der Lohnsumme und des Bruttoertrags, die
in den jeweiligen Unternehmensbereichen anfallen, sowie der Anzahl Personen,
die in denselben beschäftigt werden.
4.4.1 Im Einzelnen hielt die Vorinstanz fest, es sei unbestritten, dass im
Jahre 2003 von insgesamt 70 Angestellten der Beschwerdeführerin 6 im Bereich
Aushub arbeiteten, 3 im Bereich Kiesgrube, 2 im Bereich Sortieranlage, 35 im
Bereich Transport und 24 im Bereich Werkstatt/ Hilfsdienste und Administration/
Leitung. Im Jahre 2004 habe sich der Personalbestand um lediglich eine Person
reduziert. Von der Lohnsumme 2003 von insgesamt Fr. 3'812'833.-- entfielen Fr.
463'337.85 auf den Bereich Aushub, Fr. 165'310.60 auf den Bereich Kiesgrube,
Fr. 172'802.70 auf den Bereich Sortieranlage (dem Recyclingbetrieb zuzuordnen)
und Fr. 1'634'828.65 auf den Bereich Transporte. Fr. 1'376'553.45 beschlugen
die Bereiche Hilfsdienste, Vermietung, Werkstatt/Reparatur und Büro (inkl.
Bauführer).
Als Ergebnis ihrer Beweiswürdigung stellte die Vorinstanz sodann fest, dass 40
% der Lohnsumme der Beschwerdeführerin im Transportbereich auf Transporte für
Dritte anfielen und dass die Transporte für den Eigenbedarf ausschliesslich im
Rahmen und als Bestandteil des Dienstleistungsangebots anfalle, das zum
betrieblichen Geltungsbereich der AVE LMV gehöre, da die von der Beklagten
neben den Transportleistungen für Dritte angebotenen Tätigkeiten, namentlich
die Aushub- und Abbrucharbeiten sowie der Betrieb eines Kieswerks, einer
Deponie und einer Recyclinganlage, durchwegs zum betrieblichen Geltungsbereich
der AVE LMV gehörten. Die im Jahre 2003 auf die produktiven Tätigkeiten der
Beschwerdeführerin entfallende Lohnsumme von Fr. 2'436'279.55 (total Lohnsumme
Fr. 3'812'833.-- abzüglich Fr. 1'376'553.45 Lohnanteil für dienende Funktionen,
die gemäss Art. 2 Abs. 4 AVE LMV von deren Anwendungsbereich ausgenommen seien)
beschlage demnach mit maximal Fr. 653'931.45 (40 % der Gesamtlohnsumme
Transport von Fr. 1'634'828.65), d.h. rund einem Viertel, Transportleistungen
für Dritte. Der ganze Rest, d.h. rund drei Viertel betreffe Tätigkeiten, die
gemäss Art. II.2 Abs. 3 AVE LMV den allgemein verbindlich erklärten
Bestimmungen des LMV unterstünden.
Auch bei der Feststellung der Anzahl der für verschiedene Bereiche eingesetzten
Personen ging die Vorinstanz davon aus, dass höchstens 40 % der
Transportleistungen für Dritte erbracht werden und dass überdies die Chauffeure
von Eigen- und Fremdtransporten grundsätzlich gleich entlöhnt werden. Demnach
seien im Jahre 2003 von insgesamt 46 produktiv tätigen Angestellten der
Beschwerdeführerin (70 abzüglich 24) maximal deren 14 (40 % von insgesamt 35
Chauffeuren) für Dritttransporte eingesetzt worden. Damit seien rund 70 % (46
abzüglich 14 Angestellte) des produktiven Personals der Beschwerdeführerin im
Bereich der in Art. II.2 Abs. 3 AVE LMV genannten Dienstleistungen tätig.
Der in den der AVE LMV unterstehenden Sparten (Aushub- und Bauarbeiten, Kies
und Deponie, Sortieranlage) erzielte Bruttoertrag habe sich im Jahre 2003 auf
insgesamt Fr. 6'101'031.29 belaufen. Der mit Transporten, Kehrichtabfuhr sowie
Mulden- bzw. Container- und Welaki-Service erzielte Erlös habe hingegen Fr.
5'994'787.40 ausgemacht. Da die Allgemeinverbindlicherklärung von
GAV-Bestimmungen vorab dem Arbeitnehmerschutz diene, sei aber für die
Betriebsunterstellung ohnehin nicht die Ertragskraft der angebotenen
Dienstleistung, sondern die Personalintensität entscheidend, die sich in der
Anzahl Beschäftigten und in der auf diese entfallenden Lohnsumme niederschlage.
4.4.2 Die Beschwerdeführerin macht in diesem Zusammenhang geltend, es hätte
B.________ als Zeuge dazu befragt werden müssen, welche Transportaufträge die
Beschwerdeführerin für wen und in welchem Verhältnis ausführe. Die Vorinstanz
habe insoweit das Recht auf Beweis nach Art. 8 ZGB verletzt. Sie bringt dazu
aber lediglich vor, sie habe in der Duplik im erstinstanzlichen Verfahren
beantragt, dass B.________ als Zeuge befragt werde. Dass sie die
Nichtberücksichtigung dieses Beweisantrags durch die Erstinstanz im
vorinstanzlichen Verfahren gerügt bzw. den Beweisantrag vor der Vorinstanz
prozessrechtskonform eingebracht bzw. aufrechterhalten habe, behauptet sie
nicht und lässt sich den vorinstanzlichen Feststellungen nicht entnehmen. Der
Vorinstanz lässt sich damit von vornherein keine Verletzung des
Beweisführungsanspruchs vorwerfen, soweit auf die Rüge angesichts der
unterbliebenen Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs überhaupt einzutreten
ist (Art. 75 Abs. 1 BGG; BGE 134 III 524 E. 1.3 S. 527).
4.4.3 Die Beschwerdeführerin rügt, die Feststellung, dass 40 % der Lohnsumme
der Beschwerdeführerin im Transportbereich auf Transporte für Dritte anfielen,
sei willkürlich. Sie zitiert dazu die Aussage des Zeugen A.________, der
Folgendes ausgesagt haben soll: "... Wir arbeiten auch für Bauunternehmen. Es
sind ca. 30 bis 40 %, die wir für andere Fahraufträge machen. Sonst haben wir
eigene Aufträge. Die Angaben sind ohne Gewähr.". Weshalb sich aus dieser
Aussage allerdings ergeben soll, dass nur von den Aushubarbeiten 40 % für
Dritte gefahren werden, wie die Beschwerdeführerin geltend macht, und der
angefochtene anderslautende Schluss der Vorinstanz offensichtlich unhaltbar
sein soll, ist nicht nachvollziehbar. Dies um so mehr als sich die Vorinstanz
bei diesem nicht nur auf die angerufene Zeugenaussage, sondern auch auf den
SUVA-Bericht vom 25. September 2006 und die Stellungnahme der
Beschwerdeführerin vom 3. November 2006 stützte, worauf die Beschwerdeführerin
mit keinem Wort eingeht. Die Rüge ist unbegründet, soweit sie überhaupt
hinreichend motiviert ist und somit darauf eingetreten werden kann.
4.4.4 Die Beschwerdeführerin rügt auch den vorinstanzlichen Schluss, dass die
Transporte für den Eigenbedarf (60 % aller Transporte) ausschliesslich im
Rahmen und als Bestandteil des Dienstleistungsangebots anfielen, das zum
betrieblichen Geltungsbereich der AVE LMV gehöre, als willkürlich. Dieser
Schluss sei durch nichts belegt und stehe zur tatsächlichen Situation in
offensichtlichem Widerspruch. So übersteige die Lohnsumme der Transporte für
den Eigenbedarf mit Fr. 980'896.-- (60 % von Fr. 1'634'828.65) die Lohnsummen
der Bereiche Aushub, Kiesgrube und Sortieranlage von insgesamt Fr. 801'451.15.
Auch bei der Anzahl der Mitarbeiter ergebe sich ein ähnliches Bild. Von 35 im
Transport tätigen Mitarbeitern würden 21 (60 %) für den Eigenbedarf eingesetzt.
Diese 21 Mitarbeiter überwögen die effektiv im Baubereich tätigen 11
Mitarbeiter deutlich. Die Transporte fielen damit nicht "im Rahmen und als
Bestandteil" des Dienstleistungsangebots Bau an.
Die Vorinstanz zog den angefochtenen Schluss, wie ausgeführt (Erwägung 4.4.1
vorne), daraus, dass die von der Beklagten neben den Transportleistungen für
Dritte angebotenen Tätigkeiten, namentlich die Aushub- und Abbrucharbeiten
sowie der Betrieb eines Kieswerks, einer Deponie und einer Recyclinganlage,
durchwegs zum betrieblichen Geltungsbereich der AVE LMV gehörten. Sie hat den
Schluss damit nachvollziehbar begründet, werden Transporte für den Eigenbedarf
doch nicht als Selbstzweck ausgeführt, sondern im Zusammenhang mit den anderen
Tätigkeiten der Beschwerdeführerin, die unbestrittenermassen zum betrieblichen
Geltungsbereich der AVE LMV gehören. Die so verstandene Tatsachenfeststellung,
dass die Transporte für den Eigenbedarf im Rahmen und als Bestandteil der
Tätigkeiten in den Bereichen Aushub, Abbruch, Kieswerk, Recycling/Deponie
erbracht werden, die unbestrittenermassen der AVE LMV unterstellt sind,
erscheint nicht als willkürlich, woran nichts zu ändern vermag, dass die
Lohnsumme, die auf die Transporte anfällt, und die Anzahl Mitarbeiter, die für
dieselben eingesetzt werden, überwiegen.
Die Beantwortung der nachfolgend (Erwägung 5) zu prüfenden Frage, ob der
Betrieb der Beschwerdeführerin rechtlich gesehen durch die unbestrittenermassen
der AVE LMV unterstellten Bereiche geprägt wird oder durch die im Zusammenhang
mit diesen Bereichen anfallenden Transporte, die lohnmässig und bezüglich der
Anzahl eingesetzter Mitarbeiter schwerer wiegen, ist allerdings durch diesen,
die tatsächlichen Verhältnisse betreffenden Schluss nicht präjudiziert.
4.4.5 Eine weitere Willkürrüge betrifft die Feststellung der Vorinstanz, wonach
ein Teil der im Konto "3020 Transporte/Chauffeur/Kehrichtabfuhr" verbuchten
Einnahmen die Lieferung von Kies oder Sand beschlage und somit ebenfalls dem
Betriebszweig Sand- und Kiesgewinnung im Sinne von Art. II.2 Abs. 3 AVE LMV
(und nicht dem Transportbereich) zuzuordnen wäre.
Die Vorinstanz traf die gerügte Feststellung allerdings nur im Rahmen einer
ergänzenden, für ihr Urteil nicht wesentlichen Erwägung. Sie hielt dazu
zutreffend fest, für die Betriebsunterstellung sei angesichts des durch die
Allgemeinverbindlicherklärung angestrebten Arbeitnehmerschutzes nicht die
Ertragskraft der angebotenen Dienstleistung, sondern die Personalintensität
entscheidend, die sich in der Anzahl Beschäftigten und in der auf diese
entfallenden Lohnsumme niederschlage (vorstehende Erwägung 4.4.1 in fine). Die
Rüge betrifft damit keine für den Ausgang des Verfahrens entscheidende
Feststellung, weshalb darauf nicht einzutreten ist (Art. 97 Abs. 1 BGG).

5.
5.1 Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz habe mit der Zuordnung
ihres Betriebs zum Baugewerbe Art. 1 Abs. 1 AVEG und Art. II.2 Abs. 3 AVE LMV
verletzt. Der LMV sei ein Gesamtarbeitsvertrag der Baubranche. Die
Beschwerdeführerin fiele damit nur unter die AVE LMV, wenn sie ein Unternehmen
der Baubranche betreiben würde. Bauunternehmer könne nur derjenige sein, der
eine bauliche Leistung erbringe, worunter der Transport von Gütern nicht falle,
unabhängig davon, ob Baumaterialien zu- oder weggeliefert würden. Der
Transportbereich überwiege bei der Beschwerdeführerin nach den vorinstanzlichen
Feststellungen sowohl bezüglich Lohnsumme als auch bezüglich Anzahl Mitarbeiter
deutlich. Die der AVE LMV unterstehenden Bereiche ihres Betriebs seien
untergeordnet. Ihr Betrieb werde durch den Transportbereich geprägt. Es sei
unzulässig, den Transportbereich als Bestandteil des Dienstleistungsangebots
Aushub/Abbruch/Kies einzustufen, obwohl er alle anderen Betriebsteile deutlich
überwiege. Aus der Sicht des Arbeitnehmerschutzes gebe es keine sachliche
Rechtfertigung, die nur als Chauffeure eingesetzten Arbeitnehmer der
Beschwerdeführerin den Bestimmungen des LMV zu unterstellen, der den Schutz der
Bauarbeiter bezwecke, die im Gegensatz zu den Chauffeuren harten körperlichen
Anstrengungen ausgesetzt seien. Die Beschwerdeführerin habe Anspruch darauf,
dass sie gleich behandelt werde wie andere Transportunternehmen und nicht wie
Bauunternehmen, die allenfalls einen kleinen Transportbereich mit einigen
wenigen Chauffeuren hätten. Transportbetriebe wie die Beschwerdeführerin seien
nach Art. II.2 Abs. 3 AVE LMV von der AVE LMV - wie die Vorinstanz erkannt habe
- ausgenommen, weshalb die Vorinstanz gegen diese Bestimmung verstossen habe,
indem sie den Transportbetrieb der Beschwerdeführerin - entgegen ihren eigenen
Erwägungen - der AVE LMV unterstellt habe.

5.2 Die Argumentation der Beschwerdeführerin greift zu kurz. Der Vorinstanz ist
nicht entgangen, dass die Anzahl der im Transportbereich der Beschwerdeführerin
eingesetzten Arbeitnehmer diejenige überwiegt, die für Abbruch- und
Aushubarbeiten sowie den Kies-, Deponie- und Recyclingbetrieb eingesetzt werden
und dass die Lohnsumme des Transportbereichs ebenfalls überwiegt. Sie erwog
aber, es gehöre zur Natur eines Kiesgewinnungs-, Aushub- oder
Deponieunternehmens, dass seine produktiv tätigen Angestellten überwiegend mit
dem Materialtransport (Kies, Aushub, Deponiematerial) befasst seien. Es kann
nicht davon gesprochen werden, dass sie damit entgegen ihren eigenen Erwägungen
die Transportleistungen der Beschwerdeführerin pauschal der AVE LMV unterstellt
hätte, wie die Beschwerdeführerin geltend macht.
Ausgangspunkt bildet die Überlegung, dass nach der AVE LMV die
allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des LMV für Betriebe gelten, die
sich der Kiesgewinnung, dem Aushub oder dem Abbruch, der Deponietätigkeit und
dem Recycling widmen. Wie die Beschwerdeführerin zutreffend geltend macht, sind
die im LMV genannten Transportleistungen von und zu Baustellen bzw. der
Transport von lagerfähigen Baustoffen in der Umschreibung des sachlichen
Anwendungsbereichs der AVE LMV nicht erwähnt. Es fragt sich daher, ob dies die
Unterstellung von Transportleistungen von und zu Baustellen, Kiesgruben oder
Deponien generell ausschliesst, unabhängig von der Art der transportierten
Güter. Mit Blick auf Sinn und Zweck der Allgemeinverbindlicherklärung,
einheitliche Mindestarbeitsbedingungen für die auf dem gleichen Markt tätigen
Unternehmen zu schaffen und damit zu verhindern, dass ein Unternehmen durch
schlechtere Arbeitsbedingungen einen unlauteren Wettbewerbsvorteil erlangen
kann (Erwägung 3.1 vorne), ist dies indes zu verneinen. Zu der auf dem Markt
angebotenen Leistung in den Tätigkeitsbereichen Aushub, Abbruch, Kieslieferung,
Deponie/Recycling gehört neben der Grundleistung der Aushub-, Abbruch-,
Kiesgewinnungs-, Recycling- oder Deponietätigkeit notwendigerweise und als
integrierender Bestandteil der Zu- oder Abtransport des gewonnenen oder zu
entsorgenden Materials. Es ist notorisch, dass die Grundleistungen und die
Transportleistungen in den fraglichen Bereichen (Aushub und Wegtransport des
Aushubmaterials, Kiesabbau und Kieslieferung, Entsorgung und Abtransport des
Entsorgungsguts) den Abnehmern von Bauleistungen (Bauherrschaft) als
einheitliche Leistungen angeboten werden, wenn auch die Transportleistungen von
Fall zu Fall an selbständige Unterakkordanten weitervergeben werden mögen. Die
Transportleistungen bilden damit Bestandteil des Angebots auf den
entsprechenden Märkten, d.h. der Leistungen Kieslieferung, Aushub, Abbruch und
Entsorgung von Bauschutt. Daran ändert nichts, wenn der Transportbereich in
einem Betrieb, der sich, wie die Beschwerdeführerin, schwergewichtig auf diesem
Markt betätigt, eine grössere Lohnsumme oder einen grösseren Personalbestand
aufweist als die Betriebsbereiche, in denen die Grundleistungen wie Aushub,
Kiesarbeiten oder Deponietätigkeit erbracht werden. Denn es entspricht - wie
die Vorinstanz zutreffend hervorgehoben hat - der allgemeinen Lebenserfahrung,
dass der Arbeitsaufwand für den Transport von Aushubmaterial, Deponiegut oder
Kies denjenigen übersteigt, der für den Abbau, die Aufladung oder die Entladung
und Ablagerung des Materials mit Trachsen oder Baggern anfällt. Wenn aufgrund
dieses Umstands Unternehmen, die sich, wie die Beschwerdeführerin,
hauptsächlich im Aushub-, Abbruch-, Kieslieferungs- und Deponie-/
Recyclingbereich betätigen, von der Unterstellung unter den LMV ausgenommen
wären, könnten diese gegenüber Bauunternehmungen, die lediglich in
untergeordnetem Ausmasse Leistungen in diesen Bereichen mit den dazugehörenden
Transporten erbringen und damit dem LMV unterstehen, einen unlauteren
Wettbewerbsvorteil erlangen, indem sie ihren Arbeitnehmern gegenüber jenen
dieser Bauunternehmungen schlechtere Arbeitsbedingungen anböten.
Daraus ergibt sich, dass unter den vom Geltungsbereich der AVE LMV
ausgenommenen "Transportleistungen von und zu Baustellen" und "Transporten von
lagerfähigen Baustoffen" nur solche zu verstehen sind, die Güter betreffen,
deren Transport nicht als integrierender Bestandteil der mit diesen zu
erbringenden Bauleistungen erscheint, wie namentlich der Transport von
industriell hergestellten Baumaterialien wie Backsteinen, Armierungseisen
u.s.w. Sind die Transportleistungen hingegen wie beim Aushub, der Deponie oder
der Kieslieferung als integrierender Bestandteil der Grundleistung zu
betrachten, die der AVE LMV untersteht, werden sie von der
Allgemeinverbindlicherklärung erfasst.
Die Vorinstanz hat damit zutreffend entschieden, dass die für den Eigenbedarf -
im Zusammenhang mit der Tätigkeit im Aushub-, Abbruch-, Kies- sowie Deponie-/
Recycling-Bereich der Beschwerdeführerin - erbrachten Transportleistungen der
Beschwerdeführerin als Bestandteil der Tätigkeiten zu betrachten sind, die der
AVE LMV unterstellt sind und damit den allgemeinverbindlich erklärten
Bestimmungen des LMV unterstehen. Daran vermag insbesondere nichts zu ändern,
dass die Chauffeure nicht den gleichen körperlichen Belastungen ausgesetzt sein
mögen wie gewisse andere Arbeitnehmer des Baugewerbes. Denn bei einem
Branchenvertrag, wie er hier vorliegt, ist nach dem Grundsatz der Tarifeinheit
der ganze Betrieb dem GAV des Wirtschaftszweigs zu unterstellen, dem er nach
der ihn prägenden Tätigkeit angehört, ohne dass nach einzelnen Berufsgruppen zu
unterscheiden ist, die typischerweise in einem anderen Wirtschaftszweig, hier
dem Transportgewerbe, beschäftigt sind (vgl. Erwägung 3.1 vorne). Auf die
körperliche Belastung der Angehörigen solcher Berufsgruppen kommt dabei nichts
an. Auch die Beschwerdeführerin stellt denn auch nicht in Frage, dass die
Tätigkeiten von Kran-, Bagger- oder Trachsführern unter den sachlichen
Geltungsbereich der AVE LMV fallen, obwohl diese nicht mit höheren körperlichen
Belastungen verbunden sind als diejenigen eines Lastwagenchauffeurs.
Wird der Transport von Aushubmaterial, Kies oder Deponiegut damit als
Bestandteil der auf dem Markt angebotenen einheitlichen Leistungen des Aushubs,
der Kieslieferung oder der Deponietätigkeit von der
Allgemeinverbindlicherklärung erfasst, spielt es - was die Vorinstanz offen
gelassen hat - keine entscheiderhebliche Rolle, ob der Transport von solchem
Material als Eigen- oder als Fremdleistung (z.B. Abtransport von Material, das
durch den eigenen Betrieb oder das durch andere Bauunternehmungen ausgehoben
wurde) erfolgt. Anders zu entscheiden hiesse, Bauunternehmungen, die den
Abtransport des Aushubmaterials mit eigenen Fahrzeugen vornehmen, für ihren
Transportbereich anderen gesamtarbeitsvertraglichen Bestimmungen zu
unterstellen als Betriebe, die sich ganz oder teilweise auf einen Teilbereich
des Aushubs, nämlich den Abtransport des Aushubmaterials als Unterakkordanten,
spezialisiert haben, womit die letzteren gegenüber den ersteren im Wettbewerb
auf dem entsprechenden Markt bevorteilt wären. Auch die von der
Beschwerdeführerin erbrachten Transportleistungen für Dritte unterstehen damit
den allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des LMV, soweit sie
Aushubmaterial, Kies oder Deponiegut/Recyclingmaterial von Baustellen
betreffen.
Nach dem Dargelegten hat die Vorinstanz zutreffend entschieden, dass der
Betrieb der Beschwerdeführerin durch die zum betrieblichen Geltungsbereich der
AVE LMV gehörenden Leistungen geprägt wird und daher grundsätzlich (vgl. die
nachfolgende Erwägung 6) den allgemein verbindlich erklärten Bestimmungen des
LMV unterstellt ist. Über ihre Feststellung hinaus, dass die im Jahre 2003 auf
die produktiven Tätigkeiten der Beschwerdeführerin entfallende Lohnsumme mit
rund drei Vierteln Tätigkeiten beschlägt, die den allgemein erklärten
Bestimmungen des LMV unterstehen (Erwägung 4.4.1 vorne), kann nach dem soeben
Dargelegten festgehalten werden, dass auch die (quantitativ nicht genau
bestimmten) Transportleistungen für Dritte, die Aushubmaterial, Kies oder
Bauschutt betreffen, den allgemein erklärten Bestimmungen des LMV unterstehen.
Über die von der Vorinstanz festgestellten 70 % des produktiven Personals
(Erwägung 4.4.1 vorne) hinaus sind sodann auch diejenigen (quantitativ nicht
genau bestimmten) Angestellten in den der AVE LMV unterstellten Bereichen
tätig, die solche Transportleistungen für Dritte erbringen.

6.
Die Vorinstanz verneinte, dass innerhalb des Unternehmens der
Beschwerdeführerin selbständige Betriebsteile bestünden, die eine genügende,
nach aussen hin erkennbare Selbständigkeit aufwiesen, dass auf sie
unterschiedliche GAV zur Anwendung kommen könnten.
Die Beschwerdeführerin rügt, die Vorinstanz habe Bundesrecht verletzt, indem
sie die Betriebsteile Transport, Sortieranlage und Werkstatt nicht als
selbständige Betriebsteile anerkannt habe. Diese Rüge erweist sich als
unbegründet, soweit darauf einzutreten ist.

6.1 Von einem selbständigen Betrieb oder einem selbständigen Betriebsteil
innerhalb eines Mischunternehmens kann nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung nur gesprochen werden, wenn dieser eine eigene organisatorische
Einheit bildet. Das setzt voraus, dass die einzelnen Arbeitnehmer klar
zugeordnet werden können und die entsprechenden Arbeiten im Rahmen der übrigen
Tätigkeiten des Unternehmens nicht nur hilfsweise erbracht werden. Im Interesse
der Rechtssicherheit ist zudem zu fordern, dass der Betriebsteil mit seinen
besonderen Produkten oder Dienstleistungen insofern auch nach aussen als
entsprechender Anbieter gegenüber den Kunden in Erscheinung tritt. Demgegenüber
bedarf der Betriebsteil keiner eigenen Verwaltung oder gar einer separaten
Rechnungsführung, um als solcher gelten zu können (Urteil 4C.350/2000 vom 12.
März 2001 E. 3d).
Die Frage nach einer Durchbrechung des Grundsatzes der Tarifeinheit und damit
nach einer Ausnahme von selbständigen Betriebsteilen von der Unterstellung
unter einen GAV stellt sich von vornherein nur für solche Betriebsteile, die
mit Leistungen am Markt auftreten, die anderen Branchen zuzuordnen sind bzw.
nicht konkurrierend auf demselben Markt angeboten werden.

6.2 Nach dem vorstehend Ausgeführten gehören die Transportleistungen in den
Bereichen Aushub, Kieslieferung, Abbruch und Deponie/ Recycling als integraler
Bestandteil zu den entsprechenden auf dem Baumarkt angebotenen Gesamtleistungen
und unterstehen damit den allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des LMV
(Erwägung 5.2 vorne). Insoweit fällt es von vornherein ausser Betracht, den
Transportbereich des Betriebs der Beschwerdeführerin von der Unterstellung
unter den LMV auszunehmen, weil er einen selbständigen Betriebsteil bilden
würde (Erwägung 6.1 vorne).
Bezüglich des Betriebsbereichs "Transporte" kann sich einzig fragen, ob die
Transportleistungen, die nicht im Rahmen von Leistungen der Baubranche erbracht
werden, wie Überlandtransporte, Kehricht-, Grüngut- oder Altglasabfuhr im
Rahmen von selbständigen Betriebsteilen erbracht werden. Dass dies der Fall
sei, namentlich die Chauffeure, die solche Transporte ausführen in einem
organisatorisch selbständigen Betriebsteil angestellt seien, wird indessen von
der Beschwerdeführerin nicht geltend gemacht und lässt sich den
vorinstanzlichen Feststellungen nicht entnehmen. Die Beschwerdeführerin
vertritt - ausgehend von ihrer unzutreffenden Rechtsauffassung, die
Transportleistungen im Aushub-, Abbruch, Kieslieferungs- und Deponiebereich
fielen nicht als Bestandteil von Leistungen der Baubranche an - einzig die
unbehelfliche Auffassung, der Transportteil ihres Unternehmens bilde als Ganzes
einen selbständigen Betriebsteil. Dementsprechend wurden die 35 Chauffeure im
Rahmen der vorinstanzlichen Feststellungen bloss dem Transportbereich als nicht
weiter unterteilter Einheit zugeordnet. Dass ein Teil von ihnen selbständigen
Betriebsteilen zuzuordnen sei, hat die Vorinstanz nicht festgestellt. Dass die
Vorinstanz insoweit unter Verletzung von Bundesrecht eine unvollständige
Sachverhaltsfeststellung getroffen hätte, macht die Beschwerdeführerin in ihrer
Beschwerdeschrift nicht substanziiert geltend (Erwägung 2 vorne).

6.3 Die Sortieranlage gehört zum von der Beschwerdeführerin betriebenen (vgl.
Erwägung 4.2 vorne) Deponie- und Recyclingbetrieb. Dieser untersteht nach Art.
II.2 Abs. 3 AVE LMV den allgemeinverbindlich erklärten Bestimmungen des LMV.
Auch insoweit stellt sich somit die Frage nach einer Durchbrechung des
Grundsatzes der Tarifeinheit und demnach nach einer Ausnahme der in der
Sortieranlage ausgeübten Tätigkeiten von der Unterstellung unter den LMV nicht
(Erwägung 6.1 vorne).

6.4 Weshalb die Vorinstanz die Werkstatt als selbständigen Betriebsteil hätte
anerkennen müssen, begründet die Beschwerdeführerin nicht und ist auch nicht
ersichtlich. So hat die Vorinstanz nicht festgestellt und wird auch nicht
behauptet, dass die Werkstatt mit ihren Leistungen auf dem entsprechenden
spezifischen Markt auftritt. Damit sind die Voraussetzungen für die Anerkennung
als selbständiger Betriebsteil von vornherein nicht erfüllt.

7.
Die Beschwerdeführerin erhebt Anspruch, gleich behandelt zu werden wie andere
Transportunternehmen. Sie dürfe nicht mit Bauunternehmen gleichgestellt werden,
die allenfalls einen kleinen Transportbereich mit einigen wenigen Chauffeuren
haben. Transportbetriebe, die Aushub führen, würden praxisgemäss nicht der AVE
LMV unterstellt und sie habe mehrere Konkurrentinnen, die dieser mit ihrem
Transportbetrieb nicht unterstünden. Diesen gegenüber würde sie krass
benachteiligt und ungleich behandelt, wenn ihr Transportbetrieb der AVE LMV
unterstellt würde.
Dem kann nicht gefolgt werden. Nachdem sich die Unterstellung des Betriebs der
Beschwerdeführerin unter die AVE LMV als rechtens erwiesen hat, kann sich die
Beschwerdeführerin von vornherein nur noch auf eine Gleichbehandlung im Unrecht
berufen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung wird der Anspruch auf
Gleichbehandlung im Unrecht ausnahmsweise anerkannt, wenn eine ständige
gesetzeswidrige Praxis einer rechtsanwendenden Behörde vorliegt und die Behörde
zu erkennen gibt, dass sie auch in Zukunft nicht von dieser Praxis abzuweichen
gedenke (BGE 134 V 34 E. 9; 127 I 1 E. 3a S. 2 f.). Solches tut die
Beschwerdeführerin nicht dar. Insbesondere weist sie nicht nach, dass bestimmte
Konkurrentinnen, die Aushubmaterial transportieren, mit dem entsprechenden
Betrieb nicht der AVE LMV unterstellt seien. Die Vorinstanz hat verneint, dass
die von der Beschwerdeführerin vorliegend genannten Firmen, gegenüber denen sie
benachteiligt zu sein behauptet, von der Unterstellung unter die AVE LMV
ausgenommen bzw. dass deren Betriebe mit demjenigen der Beschwerdeführerin
vergleichbar seien. Darauf geht die Beschwerdeführerin mit keinem Wort ein.

8.
Schliesslich rügt die Beschwerdeführerin, die Festsetzung der Höhe der Partei-
und Verfahrenskosten im kantonalen Verfahren als willkürlich.

8.1 Soweit sie sich dabei gegen die Festsetzung der Verfahrens- und
Parteikosten im erstinstanzlichen Verfahren wendet, kann auf ihre Rüge mangels
Ausschöpfung des kantonalen Instanzenzugs nicht eingetreten werden (Art. 75
Abs. 1 BGG; BGE 134 III 524 E. 1.3 S. 527). Die Beschwerdeführerin macht nicht
geltend und es ist den vorinstanzlichen Feststellungen nicht zu entnehmen, dass
sie die erstinstanzliche Kostenfestsetzung im vorinstanzlichen Verfahren
angefochten hätte.

8.2 Hinsichtlich der Kostenfestsetzung im vorinstanzlichen Verfahren macht die
Beschwerdeführerin im Wesentlichen geltend, die Vorinstanz sei dabei von einem
überhöhten Streitwert von Fr. 207'949.-- ausgegangen, während sich der
massgebliche Streitwert auf Fr. 85'550.-- belaufe. Streitgegenstand des
kantonalen Verfahrens sei nur die Zeit von Januar 2003 bis September 2005
gewesen. Für diesen Zeitraum sei der Streitwert gemäss einem Schreiben des
Rechtsvertreters der Beschwerdegegner vom 4. Mai 2007 an den Präsidenten der
Erstinstanz auf Fr. 86'500.-- zu schätzen, entsprechend den während dieser
Periode zu leistenden Parifondsbeiträgen. Nachdem die Vorinstanz festgehalten
habe, dass sie sich in ihrem Entscheid nur zum Zeitraum vom 1. Oktober 2003 bis
zum 30. September 2005 auszusprechen habe, sei es willkürlich, der
Kostenbemessung den höheren Streitwert von Fr. 207'949.-- zugrunde zu legen,
der auch die Parifondsbeiträge für die Jahre 2006 bis 2008 umfasse.
Die Vorinstanz hat sich zur Höhe des Streitwerts im kantonalen Verfahren nicht
präzise geäussert und lediglich in der Rechtsmittelbelehrung ihres Urteils
festgehalten, er übersteige Fr. 30'000.--. Die Beschwerdeführerin vermag zwar
nachzuweisen, dass die Kostennote des Rechtsvertreters der Beschwerdegegner im
erstinstanzlichen Verfahren vom 4. Mai 2007, der die Erstinstanz bei der
Bemessung der Parteikostenentschädigung genau entsprochen hat, auf einem
Streitwert von Fr. 207'949.-- basiert, der sich gemäss einem Schreiben des
Rechtsvertreters vom gleichen Tag aus der Summe der bei Klagegutheissung durch
die Beschwerdeführerin zu leistenden Beiträge in den sogenannten Parifonds Bau
für die Jahre 2003 bis 2008 errechnet. Dass indessen auch die
Parteientschädigung für das Appellationsverfahren, welche die Vorinstanz auf
Fr. 10'866.70 festgesetzt hat, auf diesem Streitwert beruht, tut die
Beschwerdeführerin nicht dar. Es erscheint sodann auch fraglich, ob als belegt
betrachtet werden kann, dass die Vorinstanz bei der Bemessung der
Gerichtskosten für das Appellationsverfahren von einem Streitwert von Fr.
207'949.-- ausgegangen ist. Die Beschwerdeführerin zeigt insoweit lediglich
auf, dass sich die Gerichtsgebühr bei diesem Streitwert nach dem massgeblichen
Tarif auf Fr. 10'564.-- beläuft, während die Vorinstanz die Gerichtsgebühr auf
den runden Betrag von Fr. 10'500.-- festgelegt hat.
Wie es sich damit verhält, kann allerdings offen bleiben. Denn das
Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid nur dann wegen eines Verstosses
gegen das Willkürverbot auf, wenn er im Ergebnis unhaltbar ist (BGE 135 V 2 E.
1.3). Die Beschwerdeführerin tut indes nicht dar, dass die Vorinstanz im
Ergebnis in Willkür verfallen wäre, wenn sie von einem Fr. 86'550.--, d.h. die
Parifondsbeiträge für die Jahre 2003 bis 2005 übersteigenden Streitwert in
nicht genau bezifferter Höhe ausging und die Höhe der Gerichtsgebühr und der
Parteikostenentschädigung für das Appellationsverfahren danach bemass.
Entsprechendes ist auch nicht ersichtlich. Denn nach den Feststellungen der
Vorinstanz können die Beschwerdegegner aus einer Unterstellung des Betriebs der
Beschwerdeführerin unter die allgemein verbindlich erklärten Bestimmungen des
LMV nicht bloss Beitragsleistungen ableiten, sondern darüber hinaus auch
Kontrollbefugnisse und Sanktionsansprüche. Ferner entfaltet die Unterstellung
unter einen GAV notorischerweise auch Rechtswirkungen im Verhältnis zwischen
dem unterstellten Betrieb und seinen Arbeitnehmern, deren finanzielle Folgen
nur schwer zu schätzen sind. Schliesslich spielt die Unterstellung auch für die
Regelung des flexiblen Altersrücktritts der Arbeitnehmer eine Rolle, wie die
Beschwerdegegner im vorinstanzlichen Verfahren geltend machten und die
Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde einräumt. Es ist damit nicht dargetan,
dass die Vorinstanz die Kosten im Ergebnis willkürlich bemessen hätte. Die
Willkürrüge erweist sich als unbegründet.

9.
Zusammenfassend ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdeführerin kosten- und
entschädigungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 2 BGG). Eine
Parteientschädigung von Fr. 3'000.-- erscheint dem von den Beschwerdegegnern im
bundesgerichtlichen Verfahren tatsächlich geleisteten Aufwand angemessen (Art.
8 Abs. 2 des Reglements vom 31. März 2006 über die Parteientschädigung und die
Entschädigung für die amtliche Vertretung im Verfahren vor Bundesgericht [SR
173.110.210.3]).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Die Beschwerdeführerin hat die Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche
Verfahren mit insgesamt Fr. 3'000.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Aargau,
Zivilgericht, 1. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 25. November 2009

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Widmer