Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Kassationshof in Strafsachen 6A.63/2005
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6A.63/2005 /bri

Urteil vom 15. November 2005
Kassationshof

Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Wiprächtiger, Zünd,
Gerichtsschreiber Monn.

X. ________,
Beschwerdeführer,

gegen

Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, III. Verwaltungsgerichtshof, 1762
Givisiez.

Entzug des Führerausweises wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des
Kantons Freiburg, III. Verwaltungsgerichtshof, vom 4. Oktober 2005.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
X. ________ wird vorgeworfen, er habe am 8. Januar 2005, um 17.30 Uhr, mit
einer Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,1 Gewichtspromillen einen
Personenwagen vom Campingplatz Schiffenen in Richtung Kleinbösingen gelenkt.
Die Kommission für Administrativmassnahmen im Strassenverkehr des Kantons
Freiburg entzog ihm mit Verfügung vom 3. Februar 2005 den Führerausweis für
die Dauer von drei Monaten. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wurde durch
das Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg mit Entscheid vom 4. Oktober 2005
abgewiesen.

X. ________ wendet sich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht
und beantragt sinngemäss, der Entscheid des Verwaltungsgerichts sei
aufzuheben.

2.
Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe damals keinen Alkohol getrunken
und verstehe deshalb nicht, dass er nun den Ausweis abgeben müsse. Im Übrigen
habe er den Polizeirapport nicht unterzeichnet, und die dortige Behauptung,
er habe dies aus gesundheitlichen Gründen nicht getan, treffe nicht zu.

Die Vorbringen sind unbehelflich. Die Feststellung des Sachverhaltes im
angefochtenen Entscheid bindet das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren,
wenn eine richterliche Behörde als Vorinstanz den Sachverhalt nicht
offensichtlich unrichtig, unvollständig oder unter Verletzung wesentlicher
Verfahrensbestimmungen festgestellt hat (Art. 105 Abs. 2 OG). Dass eine
Verfahrensbestimmung eine Unterschrift des Beschwerdeführers auf dem
Polizeirapport verlangt hätte, macht er selber nicht geltend. Im Übrigen
wurde sein Blut in einem Spital entnommen und der Blutalkoholgehalt durch
eine Blutanalyse bestimmt, und selbst der Beschwerdeführer hatte vor der
Vorinstanz noch eingeräumt, es sei von einer - wenn auch höchstens leichten -
Widerhandlung auszugehen (vgl. angefochtenen Entscheid S. 2, 4). Da sich die
Beschwerde nur mit dem angeblichen Fehlverhalten der Polizei und nicht mit
der Blutanalyse befasst, ist nicht ersichtlich, dass und inwieweit die
Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt hätte. Die
Beschwerde ist als offensichtlich unbegründet abzuweisen.

3.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die
bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und dem Verwaltungsgericht des
Kantons Freiburg, III. Verwaltungsgerichtshof, sowie der Kommission für
Administrativmassnahmen im Strassenverkehr des Kantons Freiburg und dem
Bundesamt für Strassen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. November 2005

Im Namen des Kassationshofes
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: