Sammlung der Entscheidungen des Schweizerischen Bundesgerichts
Collection des arrêts du Tribunal fédéral suisse
Raccolta delle decisioni del Tribunale federale svizzero

Kassationshof in Strafsachen 6A.62/2005
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6A.62/2005 /gnd

Urteil vom 15. November 2005
Kassationshof

Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Karlen, Zünd.
Gerichtsschreiber Monn.

X. ________,
Beschwerdeführer,

gegen

Rekurskommission für Strassenverkehrssachen des Kantons Thurgau, Löwenstrasse
12, 8280 Kreuzlingen.

Entzug des Führerausweises,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Endentscheid der Rekurskommission für
Strassenverkehrssachen des Kantons Thurgau
vom 27. September 2005.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.
Mit Verfügung vom 22. Juni 2005 entzog das Strassenverkehrsamt des Kantons
Thurgau X.________ den Führerausweis für die Dauer eines Monats. X.________
wird vorgeworfen, er habe am 18. März 2005 nachts mit einem Lieferwagen auf
der Hauptstrasse in Siegershausen die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50
km/h um 21 km/h überschritten. Einen gegen die Verfügung vom 22. Juni 2005
gerichteten Rekurs wies die Rekurskommission für Strassenverkehrssachen des
Kantons Thurgau mit Endentscheid vom 27. September 2005 ab.

X. ________ wendet sich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht
und beantragt, der Entscheid der Rekurskommission sei aufzuheben.

2.
Die Vorinstanz stellt fest, der Beschwerdeführer sei gemäss seiner Zugabe
gedanklich abwesend gewesen, als er 160 Meter nach der Innerortsbegrenzung
die ihm bekannte Messanlage passiert habe. Damit könne nicht mehr von einer
bloss momentanen Unaufmerksamkeit ausgegangen werden. Im Übrigen sei auch
nachts jederzeit mit anderen Verkehrsteilnehmern zu rechnen, und die
allgemeine Übersicht sei aufgrund der Dunkelheit deutlich eingeschränkt, was
die Gefahrensituation erhöhe. Unter Würdigung der Umstände könne nicht von
einer leichten Widerhandlung gesprochen werden, weshalb eine blosse
Verwarnung ausgeschlossen sei. Festzuhalten sei schliesslich, dass der
Beschwerdeführer bereits in den Jahren 2000 und 2003 je einmal wegen
Geschwindigkeitsüberschreitungen habe verwarnt werden müssen (vgl.
angefochtenen Entscheid S. 7/8).

Bei der gegebenen Sachlage ist der angefochtene Entzug des Führerausweises
für die Minimaldauer von einem Monat nicht zu beanstanden. Daran ändert
nichts, dass der Beschwerdeführer nicht mit einem direkten Vorsatz gehandelt
und sich in der fraglichen Nacht angeblich "kein Mensch" auf der Strasse
befunden hat. Dasselbe gilt für sein Vorbringen, er fahre jährlich 120'000
Kilometer mit dem Auto. Bei zwei früheren Verwarnungen und einem weiteren
Rückfall innerhalb von relativ kurzer Zeit darf durchaus davon gesprochen
werden, dass er eine gewisse Mühe mit dem Einhalten von
Geschwindigkeitslimiten hat. Die Beschwerde ist als offensichtlich
unbegründet abzuweisen.

3.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer die
bundesgerichtlichen Kosten zu tragen (Art. 156 Abs. 1 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer und der Rekurskommission für
Strassenverkehrssachen des Kantons Thurgau sowie dem Strassenverkehrsamt des
Kantons Thurgau und dem Bundesamt für Strassen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 15. November 2005

Im Namen des Kassationshofes
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident:  Der Gerichtsschreiber: